23 April
(UTC+1)
Ereignisse an diesem Tag im Leben von Manfred von Richthofen
Ein Bild von meinem Bruder

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 210?
„Lothar erzählt: Beim zehnten Abschuß erhielten wir damals bei der Staffel ein Bild von meinem Bruder mit seiner Unterschrift. Dies hatte ich gerade drei Tage vorher verdient und erhalten.“
Anfangs Mai nach Hause

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 197?
„Liebe Mama!
Ich beabsichtige, anfangs Mai nach Hause zu kommen, will aber vorher noch eine Auerhahn Expedition unternehmen, zu der ich bereits eine Einladung habe, und mich sehr darauf freue. Dann bin ich zum Kaiser zum Frühstück eingeladen. Ich bin jetzt auf Nr. 44 angelangt und will bei fünfzig halt machen. Lothar hat bereits seinen zehnten Luftsieg, die Staffel, seit ich hier bin, ihren hundertsten. Onkel Lex kommt mich in den nächsten Tagen besuchen. Wedel war auch hier, außerdem habe ich den ganzen Tag das Haus voller Gäste.“
Jasta 11 Fotoshooting

Die Erinnerungen der Mutter des roten Kampffliegers Kunigunde Freifrau von Richthofen. Im Verlag Ullstein - Berlin, 1937.?p. 33?
„Jasta 11 Festner, Schäfer, Manfred, Lothar, Kurt Wolff. Bild als Postkarte gefertigt: Sanke Karte 511.“
Sieg 47

Under the guns of the Red Baron, Norman Franks, Hal Giblin and Nigel McCrery?p. 122?
„Gefechtsbericht: 1205 Uhr, Mericourt, diesseits der Linien. BE Doppelsitzer. Keine Einzelheiten, da das Flugzeug in der Luft zerbrach und im Fallen zerstreut wurde. Ich beobachtete einen Artillerieflieger, näherte mich ihm unbemerkt und schoss aus nächster Nähe auf ihn, bis sich sein linker Flügel löste. Die Maschine zerbrach in Stücke und stürzte in der Nähe von Mericourt ab. Wetter: schön.“
Der 'Times'

Jagd in Flanderns Himmel, Karl Bodenschatz, Verlag Knorr & Hirth München, 1935?p. 91?
„Der kriegsberichterstatter der englischen Zeitung ‚Times‘ schreibt:
„Alle britischen Flieger geben zu, daß Richthofen ein großer Flieger und ein ehrlicher Gegner war.““
In der Vollversammlung des Reichstages

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 274?
„Im Reichstage gedachte Vizepräsident Dr. Paasche des Heldentodes des Rittmeisters Freiherrn von Richthofen:
„In Millionen Deutschenherzen und auch in diesem Hause ist das Gefühl warmer Anteilnahme erweckt worden. Unser Fliegerkönig, Rittmeister Freiherr von Richthofen, ist von seinem letzten Kampfesflug nicht zurückgekehrt. Sie wissen alle, obgleich erst ein Vierteljahrhundert alt, war er ein Nationalheros geworden, ein Vorbild für seine Truppe, ein Beispiel dessen, was ein tüchtiger Mann im Felde leisten kann. Seine kühne, wagemutige, unerschrockene Kampfesweise bat ihn nicht bloß bei seinen Offizieren und Kameraden beliebt gemacht, sondern ihm im ganzen deutschen Volke Anerkennung verschafft. Schweren Herzens nehmen wir teil an dem Verlust, den unsere Fliegerwaffe erlitten hat. Er war der Typ eines echt deutschen Offiziers. Sie haben sich zu seinem Andenken von den Plätzen erhoben. Ich stelle das fest.““
Im Hauptausschuß des Reichstages

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 273?
„Im Hauptausschuß des Reichstages Berlin, 23. April
Im Hauptausschuß des Reichstages sprach heute morgen beim Etat des Reichsheeres der Abgeordnete Müller: Meiningen dem Kriegsministerium das Beileid zum Tode des erfolgreichsten deutschen Fliegers, Rittmeisters Freiherrn von Richthofen, aus. Das ganze Volk trauere dem Helden nach.
Im Hauptausschuß des Reichstages gedachte der Kriegsminister von Stein des gefallenen Fliegers Rittmeisters Freiherrn von Richthofen und führte aus: Der Tod des Rittmeisters Freiherrn von Richthofen ist nunmehr zur Gewißheit geworden. Auch diesen Helden deckt jetzt der Rasen. Was er Vorbildliches geleistet, brauche ich hier nicht besonders zu erwähnen. Das ganze deutsche Volk bis zu den Kindern spricht davon. Seine Leistungen werden auch in aller Zukunft unvergessen bleiben, sein Beispiel wird weiter wirken und Früchte tragen.“
Verordnungsblatt für die Luftstreitkräfte

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 273?
„(Amtlich) Berlin, 23. April
Anläßlich des Heldentodes des Rittmeisters Freiherrn folgenden Nachruf im „Verordnungsblatt für die Luftstreitkräfte“:
Unserem Rittmeister Freiherrn von Richthofen!
Rittmeister Manfred Freiherr von Richthofen ist von der Verfolgung eines Gegners nicht zurückgekehrt. Er ist gefallen! Die Armee hat einen rastlosen und verehrten Helfer, die Jagdflieger haben ihren fortreißenden und geliebten Führer verloren. Er bleibt ein Held des deutschen Volkes, für das er kämpfte und für das er starb. Sein Tod ist eine tiefe Wunde für sein Geschwader und für die gesamten Luftstreitkräfte. Der Wille, durch den er siegte, mit dem er führte und den er vererbte, wird die Wunde heilen.
Der Kommandierende General der Luftstreitkräfte von Hoeppner“
Täglichen Rundschau

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 269?
„Kriegsberichterstatter Scheuermann schreibt in der „Täglichen Rundschau“:
Beim Kampfgeschwader Richthofen, 23. April
Richthofen war am Sonntagvormittag mit vier Flugzeugen seiner Staffel zu einem Feindflug gestartet. Von diesen waren zwei mit bewährten Kampffliegern besetzt, dem Leutnant Wolff und dem Vizefeldwebel Scholtz. In den beiden anderen flogen Oberleutnant Karjus, der, nachdem
er trotz des 1914 erlittenen Verlustes der rechten Hand sich jahrelang als hervorragender Beobachter aus. gezeichnet hat, begonnen hat, zur Kampffliegerei überzugehen, und Leutnant von Richthofen, ein junger Vetter des Rittmeisters. In der Gegend von Hamel wurden Leutnant Wolff und Oberleutnant Karjus in einen Kampf gegen sieben englische Sopwith-Camels verwickelt. Diesen eilten sieben weitere Sopwith-Camels zu Hilfe, während gleichzeitig eine deutsche Albatros-Staffel aus der Höhe von Sailly-le-Sec herbeistieß. Ein Teil der Engländer wich den Albatrossen aus, von diesen verfolgt. Wolff und Karjus blieben in ein Nahgefecht mit drei bis vier Sopwith-Camels verwickelt, als ganz plötzlich Richthofens rote Maschine vorbeistrich und einen der Feinde im steilen Sturzflug zur Erde drückte. Inzwischen schoß Leutnant Wolff einen der übrigen Gegner, seinen neunten, brennend ab. Als er ihm nachschaute, beobachtete er noch, wie Richthofen seinen Gegner, ganz tief liegend, nach Westen, der Somme zu, verfolgte. Im nächsten Augenblick war Leutnant Wolff in einen Zweikampf mit einem sehr gewandten Gegner verwickelt. Nach mehrfachem Kugelwechsel hatte dieser wohl eine Ladehemmung, auch eine Anzahl Treffer im Apparat, so daß er sich zurückzog. Dann stellte er mit Beruhigung fest, daß Richthofens Apparat in der Richtung von Hamel verschwunden war.
Auf dem Heimweg war er nebst anderen deutschen Fliegern genötigt, ein ihnen begegnendes englisches Geschwader zu verfolgen. Als sie dann im Heimathafen eintrafen, war schon eine Anzahl übereinstimmender Beobachtungen aus Flugzeugen und von Artilleriebeobachtern gemeldet, welche ergaben, daß Richthofen seinen Gegner, den er bei scharfem Ostwind gegen seine sonstige Gewohnheit etwa acht Kilometer hinter die feindlichen Linien verfolgt hatte, zur Strecke gebracht und daß er dann versucht hatte, seinen Apparat wieder in die Höhe zu bringen. Doch hatte dieser sich alsbald wieder infolge einer Verletzung des Steuers oder eines Motordefektes geneigt, und Richthofen hatte die Maschine auf feindlichem Boden in glattem, wenn auch steilem Gleitflug unversehrt aufgesetzt. Man nahm allgemein an, daß der Siegfried der Luft unverwundet in englische Gefangenschaft gefallen sei, denn ein Verwundeter hätte den schweren Dreidecker gar nicht so sicher landen können. Erst der feindliche Funkspruch brachte die allenthalben an der Front mit großer Erregung aufgenommene und nicht geglaubte Mitteilung vom Tode des Helden. Inzwischen hat sich das Gerücht verbreitet, welches hier überall umläuft, ohne daß ich die Quelle nenne, daß die Australier, in deren Divisionsabschnitt das Flugzeug niederging, Richthofen nach Verlassen seines Apparates erschlagen hätten. Die Stelle, wo sein ruhmgekröntes Leben ein Ende gefunden hat, befindet sich nördlich von Corbie auf einem flachen Hügel in der Gegend, wo die Ancre in die Somme mündet. Richthofen hatte, wie stets zu seinen Flügen, seine Papiere mitgenommen. Diesmal trug er gegen seine
Gewohnheit auch nicht den Orden Pour le mérite, den er sonst unter seinen Pelz zu knüpfen pflegte. Aber der Feind kannte seinen Dreidecker, den er seit Beginn der großen Schlacht wieder wie früher ganz rot angestrichen hatte und dessen Erscheinen bei unserer Infanterie und unseren Kolonnen stets hellen Jubel auslöste, wie es den Feind mit Schrecken erfüllte. In würdiger Fassung hat der alte Vater des Helden die Nachricht aufgenommen und aus Flandern, wo er eine Ortskommandantur bekleidete, dem Jagdgeschwader, das den Namen Richthofen weiterführt, gedrahtet, daß er wünsche, der Geist seines Sohnes möge in seinen überlebenden Mitkämpfern lebendig bleiben.“
Daily Chronicle

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 268?
„Das Geschwader des Rittmeisters Freiherrn von Richthofen, das ungefähr aus dreißig Flugzeugen bestand, überflog am Sonntag die englischen Linien an der Somme. Nachdem Richthofen mit seinem Jagdgeschwader ein paar englische Flugzeuge vertrieben hatte, schwenkte er mit seiner Abteilung in nördlicher Richtung ab. In kurzer Zeit waren ungefähr fünfzig Flugzeuge miteinander in ein Gefecht verwickelt, an dem sich Flugzeuge beteiligten, die aus meilenweiter Entfernung herbeigeeilt waren. Es war ein erbitterter Luftkampf, bei dem es unmöglich war, Freund oder Feind zu unterscheiden. Plötzlich sah man Richthofens Maschine aus einer Höhe von etwa einhundertfünfzig Fuß in die Tiefe stürzen. Als später seine Leiche aufgefunden wurde, stellte sich heraus, daß er einen Schuß an der Seite, dicht neben dem Herzen, davongetragen hat.“
Morgenpost

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 265?
„Wie Richthofen fiel (Von einem Sonderkorrespondenten)
Kapitän von Richthofen, der deutsche Flieger, kam ums Leben, als er versuchte, unsere Luftabwehr in der Region Ancre zu durchbrechen, damit die feindlichen Aufklärungsflugzeuge durchkommen und die Frontlinie überqueren konnten. Ein Dokument, das am Sonntag, dem Tag seines Todes, erbeutet wurde, enthüllt den Grund für seine Anwesenheit. Es handelt sich um eine Mitteilung eines „Gruppenführers der Luftwaffe“ an die „Erste Jagdstaffel“ (deren Kommandant Richthofen war), in der es heißt: „Aufgrund des starken Widerstands des Feindes ist es nicht möglich, in westlicher Richtung über die Ancre zu fliegen. Ich bitte darum, diese Luftabwehr zurückzudrängen, damit eine Aufklärung bis zur Linie Marceux-Puchevillers (zehn Meilen hinter der Front) durchgeführt werden kann.” Richthofens „Zirkus” tauchte am Sonntagmorgen gegen elf Uhr über unseren Linien zwischen der Somme und der Ancre, unweit von Corbie, auf. Ich kann nicht alle Details der Schlacht wiedergeben, aber es scheint, dass die bunt bemalten deutschen Flugzeuge – es waren zwischen 25 und 30 – zwei britische Maschinen gesichtet und ihre übliche Taktik der Einkreisung versucht haben, damit Richthofen in seinem purpurroten Fokker-Dreidecker im entscheidenden Moment herabstürzen und den Todesstoß versetzen konnte. Seine Anhänger waren darauf trainiert, britische Flieger auf diese Weise „zusammenzutreiben” und durch ihre schiere Überzahl ein oder zwei Maschinen in eine enge Ecke zu drängen, aus der es schwierig war, zu entkommen. Die Notlage dieser beiden britischen Flugzeuge wurde von einer Reihe anderer Flugzeuge bemerkt, die zur Rettung herbeiflogen.
Ein „Luftkampf”
Ein allgemeiner Kampf mit dem Großteil von Richthofens Streitkräften war das, was unsere Flugexperten als „Luftkampf” bezeichneten. Er begann in Abschnitten, da die deutschen Flugzeuge in unterschiedlichen Höhen flogen und die gegnerischen Flugzeuge mit schwindelerregender Geschwindigkeit kreisten und tauchten, um Gelegenheiten zum Einsatz ihrer Maschinengewehre zu manövrieren. Richthofen setzte die Verfolgung eines der zuerst gesichteten britischen Flugzeuge fort, und ein anderes britisches Flugzeug versuchte verzweifelt, eine Schussposition auf den purpurroten Fokker einzunehmen. Das Trio entfernte sich allmählich von der Hauptschlacht, bis es mehr als zwei Meilen entfernt war. Plötzlich, als Richthofen etwa 50 Meter von der britischen Linie entfernt war, taumelte seine Maschine und fiel wie ein Stein zu Boden. In diesem Moment wurde er von Flugabwehrbatterien, den ihn verfolgenden britischen Maschinen und den Gewehren und Lewis-Maschinengewehren der Infanterie beschossen, die den Kampf
mit angehaltenem Atem verfolgte. Die Fokker wurde durch den Aufprall in Stücke gerissen, aber Richthofen blieb in seinem Sitz sitzen – tot.
Bergung der Leiche
Der Kampf wurde von deutschen Artilleriebeobachtern mitverfolgt, und die feindlichen Geschütze legten sofort ein schweres Sperrfeuer um das zerstörte Flugzeug, vielleicht in der Absicht, die Leiche nach Einbruch der Dunkelheit zu bergen. Einige unserer Männer krochen unter großem Risiko hinaus und stellten fest, dass Richthofen sofort getötet worden war. Sie legten ein Seil um die Leiche und zogen sie in einen Graben. Der Beschuss dauerte an, und die Überreste der Fokker konnten erst einige Stunden später geborgen werden. Richthofen war durch die Brust geschossen worden, die Kugel war auf der linken Seite eingedrungen und auf der rechten Seite wieder ausgetreten, und er hatte eine Wunde im Gesicht, die offenbar durch den Sturz verursacht worden war. Er war ein glatt rasierter, gut aussehender junger Mann unter dreißig, mit hellem Haar und einem wohlgeformten Kopf. Er trug einen Sidcot-Fluganzug, aber keine Uniform, und in den Taschen befanden sich eine Reihe von Dokumenten, darunter ein Pilotenschein mit der Aufzeichnung seiner achtzig Luftsiege und eine goldene Uhr mit seinem Wappen und seinen Initialen. Der Dreidecker Mr. 2009 war mit neuen La-Roth-Motoren ausgestattet, die einen Monat zuvor in der Oberurseler Flugzeugfabrik in der Nähe von Frankfurt hergestellt worden waren, sowie mit zwei Spandau-Maschinengewehren, die so synchronisiert waren, dass sie durch die Propeller feuern konnten. Die Maschine war leicht, aber extrem leistungsstark.“
Andre Tudesq - Sonderberichterstatter

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 249?
„Andre Tudesq, Sonderberichterstatter des Pariser „Journal“ über die Beisetzung Richthofens
Vor der Beisetzung wollten wir die sterbliche Hülle des Rittmeisters von Richthofen noch einmal auf seinem Totenbette grüßen. Er ruhte unter einem hohen, tiefen Zelt. Nichts war in dem Raum mit den im Winde flatternden Leinenwänden als in der Mitte ein Stapel von Kisten, auf dem die Leiche aufgebahrt war. Der schwache Lichtstrahl, der sich durch die Zeltöffnung stahl, beleuchtete seinen mächtigen Athletenkörper und sein scharf geschnittenes Gesicht. Auf fünf Uhr war die Beerdigung angesetzt, die selbstverständlich unter militärischen Ehren vor sich ging. Wir waren pünktlich zur Stelle. Ein Wachtkommando von zwölf Mann bildete Spalier und präsentierte das Gewehr. Sechs englische Fliegeroffiziere, alle sechs hervorragende Geschwaderführer, hoben den Sarg auf ihre Schultern und trugen ihn, zwischen dem Soldatenspalier hindurchschreitend, zu dem Lastauto, einem sogenannten Schlepper, der sich langsam in Bewegung feste. Der anglikanische Geistliche war vorausgegangen. Das Chorhemd über der mit dem englischen Kriegskreuz geschmückten Khakiuniform, erwartete er den Zug am Eingang des Kirchhofes. Hinter dem Leichenwagen marschierten die zwölf Mann der Trauerparade, die Augen zu Boden gesenkt und die Flinte mit nach unten gerichtetem Lauf unter dem Arm. Fünfzig Flieger, Offiziere und Unteroffiziere, bildeten das Trauergeleit. Aus den südlich gelegenen Standorten waren vier Flieger herbeigeeilt, um dem tapferen und vornehmen. Feinde die letzte Ehre zu erweisen. Auf dem Sarge lagen fünf gewaltige, aus Immortellen gewundene und mit den deutschen Farben gebundene Kränze. Der eine war von dem Hauptquartier der britischen Luftstreitkräfte gesandt, die anderen kamen von benachbarten Flugplätzen. Alle trugen die gleiche Inschrift: ,,Dem Rittmeister von Richthofen, dem tapferen und würdigen Feinde.“ Nachdem der Geistliche die Totengebete gesprochen, feuerte die Trauerparade die drei Ehrensalven
über das Grab. Auf den Sarg wurde ein Aluminiumschild genagelt, das in deutscher und englischer Sprache die Inschrift trug: „Hier ruht Rittmeister Manfred Freiherr von Richthofen, auf dem Felde der Ehre mit 25 Jahren im Luftkampf am 21. April 1918 gefallen.“ Flugzeuge mit der
dreifarbigen Kokarde kreisten über unseren Köpfen, um dann zu neuen Kämpfen hinauszuziehen. Der junge Held sank langsam in sein Grab. Dumpf polterten die Erdschollen auf den Sarg. Er ruht nicht weit von Amiens in einem kleinen, vom Winde gepeitschten Grabe. Eine Weißdornhecke wirft ihren Blütenschatten auf die letzte Ruhestätte eines Königs der Lüfte.“
Bericht des Reuter-Sonderberichterstatters bei der englischen Armee

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 243?
„Die Bestattung des Freiherrn von Richthofen gestaltete sich zu einer imposanten Feier. Der gefallene Gegner wurde auf einem freundlichen kleinen Friedhofe bestattet, nicht weit von dem Ort, von dem er heruntergeschossen wurde. Eine Abteilung des Kgl. Fliegerkorps war bei der Leichenfeier zugegen. Der Berichterstatter fügt hinzu: Wenn es auch nicht unsere Aufgabe ist, der übriegen Welt Kultur aufzuzwingen, so werden wir doch nicht aufhören, uns unseren Feinden gegenüber ritterlich zu erweisen.“
Meldung des Reuterbüros

Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920?p. 243?
„Der englische Marschall Haig meldet, daß am 21. April elf deutsche Flieger im Luftkampfe heruntergeschossen wurden. Es stellte sich heraus, daß einer der heruntergeschossenen Flieger der Rittmeister von Richthofen war, der nach seinen Angaben über achtzig alliierte Flieger heruntergeschossen hatte. Seine Leiche wurde am Montag mit vollen militärischen Ehren bestattet.“
Dem tapferen und würdigen Gegner

Der rote Kampfflieger von Rittmeister Manfred Freiherrn von Richthofen, 1933, Eingeleitet und ergänzt von Bolko Freiherr von Richthofen, mit einem Vorwort von Generalfeldmarschall Hermann Göring, Verlag Ullstein & Co, Berlin?p. 250?
„Der Familie Richthofen ging über die Beisetzung Richthofens nach seinem Tode von englischer und amerikanischer Seite eine genaue Darstellung zu. Sie folgt hier:
Ein hohes, tiefes Zelt war ausgeräumt worden, und in der Mitte dieses Zeltes, auf einem erhöhten Podest, lag die Leiche Manfreds von Richthofen in der Uniform der 1. Ulanen, die er getragen hatte, als ihn das schwarze Los aus seinem Leben riß. Die Leinwandwäde des Zeltes flatterten im Winde, und das Licht, das schwach in das Zelt drang, beleuchtete sein scharf geschnittenes, junges Gesicht.
Um fünf Uhr am Nachmittag erschollen in der Umgebung des Zeltes militärische Kommandos. Zwölf englische Soldaten, den Stahlhelm auf dem Kopf, marschierten unter Führung eines Offiziers heran und bildeten vor dem Zelt Spalier. Sechs englische Fliegeroffiziere, alles Geschwaderführer, die sich vor dem Feinde ausgezeichnet hatten, traten ins Zelt und hoben den Sarg, in dem der Tote lag, auf die Schultern. Als sie aus dem Zelt heraustraten, erscholl ein Kommando. Die Truppe, die im Spalier aufgestellt war, präsentierte das Gewehr, und so trugen die englischen Offiziere den toten feindlichen Kameraden bis zu einem Kraftwagen, der sich langsam in Bewegung setzte.
So ging der Zug bis zum Eingang eines kleinen Kriegerfriedhofes. Hier am Tor stand, das Chorhemd über der mit dem englischen Kriegskreuz geschmückten Khaki-Uniform, der englische Geistliche. Dem Sarge folgten die zwölf Mann der Trauerparade, sie hatten die Augen zu Boden gesenkt und trugen das Gewehr mit nach unten gerichtetem Lauf unter dem Arm. Und dann kamen englische Offiziere und Unteroffiziere, unter ihnen allein fünfzig Flieger, die in der Nähe lagen, und sie gingen alle schweigend und mit zu Boden gesenkten Blicken hinter dem Sarge her. Die Flieger waren alle herbeigeeilt, um dem tapferen und vornehmen Feinde die letzte Ehre zu erweisen. Sie hatten Kränze mitgebracht, sie hatten sie aus Immortellen gewunden und mit den deutschen Farben geschmückt. Einer der Offiziere aber trug einen großen Kranz, der die Inschrift hatte: „Dem Rittmeister von Richthofen, dem tapferen und würdigen Feinde“, und dieser Kranz war vom Hauptquartier der britischen Luftkräfte geschickt.
Der Geistliche sprach das Totengebet. Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften standen um das Grab, und als der Geistliche geendet hatte, traten sie alle zurück, denn das scharfe Kommando eines englischen Offiziers ließ die Mannschaften der Trauerparade Haltung annehmen und die Gewehrläufe in die Luft reißen. Und dann krachten drei Ehrensalven über das Grab. Auf den Sarg wurde ein Metalschild genagelt, das in deutscher und englischer Sprache die Inschrift trug: „Hier ruht Rittmeister Manfred Freiherr von Richthofen, auf dem Felde der Ehre mit 25 Jahren im Luftkampf am 21. April 1918 gefallen.“ Flugzeuge mit der dreifarbigen Kokarde kreisten über dem Grab, als der Sarg langsam herabsank. Dieses Grab liegt nicht weit von Amiens. Eine Weißdornhecke, die immer vom Winde gepeitscht wird, wirft ihren Schatten aud die Stätte, an der Manfred von Richthofen zum letzten Schlaf gebetter wurde.“
Gefangenenvernehmung

Die Erinnerungen der Mutter des roten Kampffliegers Kunigunde Freifrau von Richthofen. Im Verlag Ullstein - Berlin, 1937.?p. 184?
„Ich las einen dem Jagdgeschwader Richthofen überstanden Auszug aus einer Gefangenenvernehmung: „Einer der Gefangen hat vor wenigen Tagen das Grab des Rittmeisters von Richthofen besucht. Es befindet sich auf dem französischen Zivilfriedhof von Bertangles, nördlich Amiens, wo nur wenig Soldaten begraben sind. Auf einem Propeller sind in silbernen Buchstaben Name, Rang, Todestag und einige ehrende Worte vermerkt. Auf das Grab waren Blumen gepflantzt. Auch lagen einige Kränze darauf.“ – – Wann wird es sein, daß Manfred in deutsche Erde gebettet wird!“
Mitteilung des Kogenluft zum Tod Richthofens

https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Virtuelle-Ausstellungen/Manfred-Von-Richthofen-Der-Rote-Kampfflieger/manfred-von-richthofen-der-rote-kampfflieger.html?p. ?
Quelle: BArch PH 17-I/97 (Seite 2) „Bei dem hier gezeigten Schriftstück vom 23. April 1918 handelt es sich um eine Mitteilung des Kogenluft an die Oberste Heeresleitung, die die aus den neutralen Niederlanden stammenden Meldungen zum Tod Richthofens weitergibt.“
Mitteilung für die Presse zum Tod Manfred von Richthofens

https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Virtuelle-Ausstellungen/Manfred-Von-Richthofen-Der-Rote-Kampfflieger/manfred-von-richthofen-der-rote-kampfflieger.html?p. ?
Quelle: BArch PH 17-I/97 (Seite 1) „Das abgebildete Dokument vom 23. April 1918 zeigt den vom Kogenluft, General d.K.Ernst von Hoeppner, abgezeichneten Entwurf einer Mitteilung für die Presse zum Tod von Manfred von Richthofen.“
Reuters

Jagd in Flanderns Himmel, Karl Bodenschatz, Verlag Knorr & Hirth München, 1935?p. 91?
„Welche Gefühle die Engländer bewegten, geht aus der Meldung hervor, die in diesen Trauertagen aus Holland einlief.
Die englischen Reuter-Nachrichten lauten wörtlich:
Reuters besonderer Mitarbeiter beim britischen Heer meldet, daß der deutsche Flieger Rittmeister v. Richthofen in einem Luftgefecht an der Front den Tod gefunden habe. Die Leiche wird mit militärischen Ehren begraben werden. Es ist vorauszusehen, daß diese Feierlichkeit sehr eindrucksvoll und des bemerkenswerten Rekordes dieses Fliegers würdig sein wird.“
Mitteilung des Nachrichtenagentur Reuters

https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Virtuelle-Ausstellungen/Manfred-Von-Richthofen-Der-Rote-Kampfflieger/manfred-von-richthofen-der-rote-kampfflieger.html?p. ?
Quelle: BArch PH 17-I/97 (Seite 4) „Das abgebildete Dokument, eine Mitteilung der Nachrichtenagentur Reuters in Amsterdam, stellt die erste detaillierte Nachricht über Richthofens Todesumstände dar. Bereits hier wird die tödliche Kugel einem australischen MG-Schützen, der vom Boden aus auf den tieffliegenden Richthofen feuerte, zugerechnet.“
Fernspruch des Gouvernement Köln

https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/Virtuelle-Ausstellungen/Manfred-Von-Richthofen-Der-Rote-Kampfflieger/manfred-von-richthofen-der-rote-kampfflieger.html?p. ?
Quelle: BArch PH 17-I/97 (Seite 3) „Das Gouvernement Köln gab die dort empfangenen Meldungen aus den neutralen Niederlanden zum Tod Richthofens vom 22. und 23. April 1918 per Fernspruch an den Kommandierenden General der Luftstreitkräfte weiter.“
Grauenvoller Tag, furchtbarster Tag meines Lebens.

Die Erinnerungen der Mutter des roten Kampffliegers Kunigunde Freifrau von Richthofen. Im Verlag Ullstein - Berlin, 1937.?p. 163?
„Grauenvoller Tag, furchtbarster Tag meines Lebens. Von früh ab klingelt ununterbrochen das Telefon. Das Gerücht, Manfred habe bei den Feinden landen müssen, hat sich wie ein Feuer verbreitet. Nicht nur Bekannte, nein, auch ganz fremde Menschen läuten an und wollen wissen, was an den umlaufenden Gerüchten Wahres sei. Dabei lauten die Meldungen immer phantastischer. Es waren nervenaufregende Stunden. Gegen sechs Uhr kommt blaß und verstört eine Dame zu mir. Sie wolle nur von mir selbst erfahren, was mit Manfred geschehen sei. Sie könne es noch gar nicht glauben. Ich möchte doch verzeihen, daß sie hier eingedrungen sei – aber – sie habe von ihren Töchtern gehört… „Was denn!? Was haben Sie gehört?“ Die Besucherin wurde bleich: „Ach, es schwirren die verschiedensten Gerüchte durch die Stadt“ – ich als Mutter würde ja am besten informiert sein. Ich zeige ihr mein Telegramm, mein Herz schlägt unruhig, die Ahnung eines Grauens überkommt mich…Wieder schellt es draußen, ein junger, uns bekannter Offizier kommt ins Zimmer gestürtzt: „Frau Baronin – was ist geschehen?“ fragt er er tonlos. Ich stehe immer noch da wie aus Stein, das Telegramm, an das ich noch fest glaube, in der bebenden Hand. Er liest es schweigend, sieht mich fast verständnislos an und stottert, daß diese Information natürlich die maßgebende sei. „Nicht war? – Das muß doch so sein! Essen Sie mit uns zu Abend.“ Wir bemühen uns, ruhig und beherrscht zu sein, die törichten Nerven niederzuringen; es gerät auch leidlich. Während des Essens wird ein junges Mädchen, eine Schwester, gemeldet, die Ilse zu sprechen wünschte. Sie wolle aber durchaus nicht stören, sondern im Salon warten. Die Mahlzeit ist beendet; noch liegt ein Druck auf meinem Herzen. Jetzt nur einen Augenblick Erholung und Alleinsein, einen Augenblick nur hinaus in die feuchte, kühle Frühlingsluft. Ich öffne die Haustür und trete in den Garten. Der Ries knirscht unter meinem Füßen. Die Wolken ziehen tief, schwer von Regen; sie drücken von den Bergen auf die Dächer her. Draußen am Gartenzaun stehen Rinder. Mit großen, runden Augen spähen sie durch das Gitter. Plötzlich schlägt es an mein Ohr – laut und vernehmlich – eine helle Knabenstimme hat es gerufen: „Ist es denn wahr, Frau Baronin, daß der Herr Rittmeister gefallen ist?“ Mein Fuß stockt, tödlicher Schrecken lähmt meine Glieder: „Was redest du für Unsinn? Der Herr Rittmeister ist gefangen – aber nicht gefallen.“ Das Kind beharrlich, mit kleiner kläglicher Stimme: „Aber auf dem Ringe steht es doch groß angeschlagen, mit einem dicken schwarzen Rand darum.“ Ich aufschreiend: „Wer hat das gesagt? Hast du es gesehen?“ Das Kind: „Mein Bruder hat es mir erzählt.“ Ich stürze ans Telefon: „Bitte die ‚Rundschau‘!“ Es ist acht Uhr vorbei, die Redaktion hat bereits geschlossen, niemand meldet sich mehr. Ich frage auf der Post an. Nein, ein derartiges Telegramm ist bei der Post nicht durchgekommen, hier ist nichts bekannt.“ Das hatte doch zögernd geklungen, zurückhaltend? Fast mit einem Ton von Mitleid oder Trauer? – „Geben Sie mir, bitte, den Oberbürgermeister!“ Und nun erfahre ich die furchtbare Wahrheit. Es sei ihm schmerzlich, daß gerade er mir die Mitteilung machen müsse, doch könne er leider nur bestätigen, daß beide hiefigen Zeitungen Extrablätter mit der Todesnachricht meines Sohnes gebracht hätten… Die Stimme geht weg…vollkommen erstarrt stehe ich am Telefon. Da tritt das junge Mädchen, welches während des Abendessens gekommen war, an mich heran. Schweigend und mit tiefem Kummer in den Mienen überreicht sie mir ein Extrablatt. Ich lese: „Rittmeister Freiherr von Richthofen gefallen. Berlin, 23. April 1918. Amtlich. Am 21. April ist Rittmeister Manfred Freiherr von Richthofen von einem Jagdflug an der Somme nicht zurückgekehrt. Nach den übereinstimmenden Wahrnehmungen seiner Begleiter und verschiedener Erdbeobachter stieß Freiherr von Richthofen einem feindlichen Jagdflugzeug in der Verfolgung bis in geringe Hïhe nach, als ihn anscheinend eine Motorstörung zur Landung hinter den feindlichen Linien zwang. Da die Landung glatt verlief, bestand die Hoffnung, daß Richthofen unversehrt gefangen sei. Nach einer Reutermeldung vom 23. April ist kein Zweifel mehr, daß Freiherr von Richthofen den Tod gefunden hat. Da Richthofen als Verfolger von seinem Gegner in der Luft nicht gut getroffen sein kann, so scheint er einem Zufallstreffer von der Erde aus zum Opfer gefallen zu sein.Nach der englischen Meldung ist Richthofen auf einem Kirchhof in der Nähe seines Landungsplatz am 22. April unter militärischen Ehren bestattet worden.“ * Lange starre ich auf das Blatt nieder, bis ich seinen Inhalt begriffen habe. Manfred ist tot… Mein Junge ist tot… Ich lebe… Manfred ist tot. * Viele Telegramme sind da…viele, viele… Ich spüre aus ihnen den Schmerz über den Verlust, den ein ganzes Volk beklagt, den heißen Wunsch, zu trösten. Der Oberste Kriegsherr – Hindenburg, Ludendorf – der Kommandeur der Luftstreitkräfte – der Kaiser von Österreich. Sie treten heute in ihren herzlichen, knappen Funksprüchen neben uns und unsere große Trauer; und mit ihnen ungezählte Unbekannte aus allen Schichten. Sie alle denken dasselbe: Unersetzlich – unvergeßlich – unsterblich ! Die Fahne ist auf Halbmast gesunken, die Degen senken sich, stille Feuer brennen über seinem Namen. Und ich weiß, daß ich mich überwinden muß in meinem Gram und Trost finden im Gedanken an das Ganze, Heilige, Ewige…“
Beerdigung von MvR

http://www.frontflieger.de/4-ric13.html?p. ?
„Zwei Tage nach seinem Tod wird Manfred Freiherr von Richthofen mit allen militärischen Ehren (sein Sarg wird von gleich-rangigen australischen Offizieren getragen) in Bertangles auf dem Gemeindefriedhof bestattet.“
Zeugnis von Carl August von Schoenebeck

Marke 2 Wereldoorlog 1?p. ?
Zeugnis oder Carl August von Schoenebeck: Als ich am 23. April 1918 auf meinen alten Flugplatz zurückkehrte, erfuhr ich, dass Rittmeister Manfred Freiherr von Richthofen bei einem Luftkampf gefallen war. Die Nachricht erschütterte uns zutiefst, denn wir hielten ihn in unserer jugendlichen Begeisterung für einen Unnahbaren. Man sagte uns, er sei mit seinem Gerät gelandet, aber durch einen Schuss ins Herz verblutet. Es wurde festgestellt, dass er mit dem Steuerknüppel fest in der Hand war.
Böning beschreibt MvR

Royal Prussian Jagdstaffel 11 - Volume 1 - Bruno Schmäling - 2024 Aeronaut Books?p. 77?
Walter Böning, Staffelführer der Jagdstaffel 76, traf MvR zum ersten Mal am 14. April 1918. Als er 1975 von Bruno Schmäling nach Richthofen als Person gefragt wurde, sagte Böning: „Ich habe ihn nur zweimal getroffen, aber beide Male war ich tief beeindruckt von seiner Persönlichkeit. Die Menschen fühlten sich stark zu ihm hingezogen, und er strahlte Selbstvertrauen und Zuverlässigkeit aus. Er war ein Mann, dem man bedingungslos vertraute und der den Eindruck vermittelte, „ein Mann seines Wortes“ zu sein. Er war charismatisch und ein geborener Anführer, ohne dabei überheblich oder unnahbar zu wirken. Im Gegenteil, er schien völlig bodenständig zu sein. Als wir zusammen zu Mittag aßen, stellte ich auch fest, dass er Sinn für Humor hatte. Als ich einige Tage später erfuhr, dass er von einem Flug gegen den Feind nicht zurückgekehrt war, und kurz darauf die Nachricht kam, dass er getötet worden war, war ich tief betroffen, obwohl ich ihn nur kurz gekannt hatte.“








