{"id":13747,"date":"2021-12-16T17:31:01","date_gmt":"2021-12-16T16:31:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/event\/erste-dublette\/"},"modified":"2025-03-01T15:39:55","modified_gmt":"2025-03-01T14:39:55","slug":"erste-dublette","status":"publish","type":"event","link":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/erste-dublette\/","title":{"rendered":"Erste Dublette"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Erste Dublette Der 2. April 1917 war wieder einmal ein hei\u00dfer Tag f\u00fcr meine Staffel. Von meinem Platze aus konnten wir deutlich das Trommelfeuer h\u00f6ren, und gerade heute war es mal wieder sehr heftig. Ich lag noch im Bett, da kommt mein Bursche zu mir hereingest\u00fcrzt mit dem Ausruf: \u00bbHerr Leutnant, die Engl\u00e4nder sind schon da!\u00ab Noch etwas verschlafen gucke ich zum Fenster \u2019raus, und tats\u00e4chlich, da kreisen \u00fcber dem Platz bereits meine lieben Freunde. Ich \u2019raus aus meinem Bett, die Sachen angezogen, war eins. Mein roter Vogel stand zur Morgenarbeit am Start. Meine Monteure wu\u00dften, da\u00df ich diesen g\u00fcnstigen Augenblick wohl nicht ungen\u00fctzt vor\u00fcbergehen lassen w\u00fcrde. Alles war fertig. Schnell noch die Warmpelze, dann geht\u2019s los. Ich war als letzter gestartet. Meine anderen Kameraden waren dem Feind viel n\u00e4her. Ich f\u00fcrchtete schon, da\u00df mir mein Braten entgehen w\u00fcrde, so da\u00df ich von weitem zusehen m\u00fc\u00dfte, wie vor meinen Augen sich einige Luftk\u00e4mpfe abspielen. Da pl\u00f6tzlich f\u00e4llt einem der frechen Kunden ein, auf mich herunterzusto\u00dfen. Ich lasse ihn ruhig herankommen, und nun beginnt ein lustiger Tanz. Bald fliegt mein Gegner auf dem R\u00fccken, [123]bald macht er dies, bald jenes. Es war ein zweisitziges Jagdflugzeug. Ich war ihm \u00fcber, und so erkannte ich denn bald, da\u00df er mir eigentlich nicht mehr entgehen konnte. In einer Gefechtspause \u00fcberzeugte ich mich, da\u00df wir uns alleine gegen\u00fcberstanden. Also, wer besser schie\u00dft, wer die gr\u00f6\u00dfere Ruhe und den besseren \u00dcberblick im Augenblick der Gefahr hat, der gewinnt. Es dauerte nicht lange, da hatte ich ihn \u2019runtergedr\u00fcckt, ohne ihn wirklich ernstlich angeschossen zu haben, mindestens zwei Kilometer von der Front entfernt. Ich denke, er will landen, aber da habe ich mich in meinem Gegner verrechnet. Mit einem Male sehe ich, wie er, nur wenige Meter \u00fcber dem Erdboden, pl\u00f6tzlich wieder geradeaus fliegt und mir zu entkommen sucht. Das war mir doch zu bunt. Ich griff ihn nochmals an und zwar so niedrig, da\u00df ich fast f\u00fcrchtete, die H\u00e4user eines unter mir liegenden Dorfes zu ber\u00fchren. Der Engl\u00e4nder wehrte sich bis zum letzten Augenblick. Noch ganz zum Schlu\u00df sp\u00fcrte ich einen Treffer in meiner Maschine. Nun lie\u00df ich aber nicht mehr locker, jetzt mu\u00dfte er fallen. Er rannte mit voller Fahrt in einen H\u00e4userblock hinein. Viel war nicht mehr \u00fcbrig. Es war wieder ein Fall gl\u00e4nzenden Schneids. Er verteidigte sich bis zum Letzten. Aber meiner Ansicht nach war es zum Schlu\u00df doch mehr Dummheit von ihm. Es war eben mal wieder der Punkt, wo ich eine [124]Grenze zwischen Schneid und Dummheit ziehe. Runter mu\u00dfte er doch. So hatte er seine Dummheit mit dem Leben bezahlen m\u00fcssen. * Sehr vergn\u00fcgt \u00fcber die Leistungen meines roten Stahlrosses bei der Morgenarbeit kehrte ich zur\u00fcck. Meine Kameraden waren noch in der Luft und waren sehr erstaunt, als wir uns beim Fr\u00fchst\u00fcck trafen und ich ihnen von meiner Nummer Zweiunddrei\u00dfig erz\u00e4hlen konnte. Ein ganz junger Leutnant hatte seinen Ersten abgeschossen, wir waren sehr vergn\u00fcgt und bereiteten uns f\u00fcr neue K\u00e4mpfe vor. Ich hole meine vers\u00e4umte Morgentoilette nach. Da kommt ein guter Freund \u2013 Leutnant Vo\u00df von der Jagdstaffel Boelcke \u2013 zu mir, um mich zu besuchen. Wir unterhalten uns. Vo\u00df hatte am Tage vorher seinen Dreiundzwanzigsten erledigt. Er stand also mir am n\u00e4chsten und ist wohl zurzeit mein heftigster Konkurrent. Wie er nach Hause fliegt, wollte ich ihn noch ein St\u00fcckchen begleiten. Wir machen einen Umweg \u00fcber die Front. Das Wetter ist eigentlich sehr schlecht geworden, so da\u00df wir nicht annehmen konnten, noch Weidmannsheil zu haben. Unter uns geschlossene Wolken. Vo\u00df, dem die Gegend unbekannt war, fing es schon an, ungem\u00fctlich zu werden. \u00dcber Arras traf ich meinen Bruder, der gleichfalls bei meiner Staffel ist und [125]sein Geschwader verloren hatte. Er schlie\u00dft sich uns auch an. Er wu\u00dfte ja, da\u00df ich es bin (roter Vogel). Da sehen wir von dr\u00fcben ein Geschwader ankommen. Sofort zuckt es mir durch den Kopf: \u00bbNummer Dreiunddrei\u00dfig!\u00ab Trotzdem es neun Engl\u00e4nder waren und auf ihrem Gebiet, zogen sie es doch vor, den Kampf zu meiden. (Ich werde n\u00e4chstens doch mal die Farbe wechseln m\u00fcssen.) Aber wir holten sie doch ein. Schnelle Maschine ist eben die Hauptsache. Ich bin dem Feind am n\u00e4chsten und greife den hintersten an. Zu meinem gr\u00f6\u00dften Entz\u00fccken merke ich, da\u00df er sich gleich in den Kampf mit mir einl\u00e4\u00dft, und mit noch viel gr\u00f6\u00dferem Vergn\u00fcgen, da\u00df ihn seine Kameraden im Stich lassen. Ich habe ihn also bald allein vor. Es ist wiederum derselbe Typ, mit dem ich es vormittags zu tun hatte. Er machte es mir nicht leicht. Er wei\u00df, worauf es ankommt, und besonders aber: der Kerl scho\u00df gut. Das konnte ich zu meinem Leidwesen nachher noch ziemlich genau feststellen. Der g\u00fcnstige Wind kommt mir zu Hilfe und treibt uns beide K\u00e4mpfenden \u00fcber unsere Linien. Der Gegner merkt, da\u00df die Sache doch nicht so einfach ist, wie er sich wohl gedacht hat, und verschwindet in einem Sturzflug in einer Wolke. Beinahe war es seine Rettung. Ich sto\u00dfe hinter ihm her, komme unten heraus und \u2013 Anlauf mu\u00df eben [126]der Mensch haben \u2013 ich sitze wie durch ein Wunder genau hinter ihm. Ich schie\u00dfe, er schie\u00dft, aber kein greifbares Resultat. Da \u2013 endlich habe ich ihn getroffen. Ich merke es an dem wei\u00dfen Benzindunst, der hinter seinem Apparat zur\u00fcckbleibt. Er mu\u00df also landen, denn sein Motor bleibt stehen. Er war aber doch ein hartn\u00e4ckiger Bursche. Er mu\u00dfte erkennen, da\u00df er ausgespielt hatte. Scho\u00df er nun noch weiter, so konnte ich ihn sofort totschie\u00dfen, denn wir waren mittlerweile nur noch dreihundert Meter hoch. Aber der Kerl verteidigte sich genau wie der von heute morgen, bis er unten gelandet war. Nach seiner Landung flog ich nochmals \u00fcber ihn hinweg in zehn Metern H\u00f6he, um festzustellen, ob ich ihn totgeschossen hatte oder nicht. Was macht der Kerl? Er nimmt sein Maschinengewehr und zerschie\u00dft mir die ganze Maschine. Vo\u00df sagte nachher zu mir, wenn ihm das passiert w\u00e4re, h\u00e4tte er ihn nachtr\u00e4glich noch auf dem Boden totgeschossen. Eigentlich h\u00e4tte ich es auch machen m\u00fcssen, denn er hatte sich eben noch nicht ergeben. Er war \u00fcbrigens einer von den wenigen Gl\u00fccklichen, die am Leben geblieben sind. Sehr vergn\u00fcgt flog ich nach Hause und konnte meinen Dreiunddrei\u00dfigsten feiern.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event-type":[257],"source-language":[260],"source-id-tax":[293],"class_list":["post-13747","event","type-event","status-publish","hentry","event-type-air-combat-de","source-language-deutsch-de","source-id-tax-der-rote-kampfflieger-von-rittmeister-manfred-freiherrn-von-richthofen-1917-351-000-400-000-verlag-ullstein-co-berlin-wien-de","entry","no-media"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.7 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Erste Dublette - Meet The Red Baron<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Erste Dublette. Der 2. April 1917 war wieder einmal ein hei\u00dfer Tag f\u00fcr meine Staffel. 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Ich denke, er will landen, aber da habe ich mich in meinem Gegner verrechnet. Mit einem Male sehe ich, wie er, nur wenige Meter \u00fcber dem Erdboden, pl\u00f6tzlich wieder geradeaus fliegt und mir zu entkommen sucht. Das war mir doch zu bunt. Ich griff ihn nochmals an und zwar so niedrig, da\u00df ich fast f\u00fcrchtete, die H\u00e4user eines unter mir liegenden Dorfes zu ber\u00fchren. Der Engl\u00e4nder wehrte sich bis zum letzten Augenblick. Noch ganz zum Schlu\u00df sp\u00fcrte ich einen Treffer in meiner Maschine. Nun lie\u00df ich aber nicht mehr locker, jetzt mu\u00dfte er fallen. Er rannte mit voller Fahrt in einen H\u00e4userblock hinein. Viel war nicht mehr \u00fcbrig. Es war wieder ein Fall gl\u00e4nzenden Schneids. Er verteidigte sich bis zum Letzten. Aber meiner Ansicht nach war es zum Schlu\u00df doch mehr Dummheit von ihm. Es war eben mal wieder der Punkt, wo ich eine [124]Grenze zwischen Schneid und Dummheit ziehe. Runter mu\u00dfte er doch. 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