{"id":13084,"date":"2021-12-16T17:31:09","date_gmt":"2021-12-16T16:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/event\/bodenschatz-account-part-1\/"},"modified":"2025-05-19T09:25:21","modified_gmt":"2025-05-19T08:25:21","slug":"bodenschatz-account-part-1","status":"publish","type":"event","link":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/","title":{"rendered":"Bodenschatz&#8216; Zeugnis"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8222;Es ist der 21. April 1918.<\/p>\n\n\n\n<p>Nebel und grauer Bodendunst schweben \u00fcber dem Flugplatz von Cappy. Es riecht nach Reif und Fr\u00fchling zubleich. Die Offiziere des Geschwaders stehen fertig angezogen beieinander. Sie sind alle in blendender Laune. Ihr Gel\u00e4chter segt wieder und wieder durch den Ostwind. Sie haben allen Grund, gute Laune zu haben: die gro\u00dfartigen Erfolge der letzten Tage, die r\u00fcckhaltlose Anerkennung der hohen Vorgesetzten, ihre schnellen Dreidecker, die sich vorz\u00fcglich bew\u00e4hrt haben, der neue Flugplatz, auf dem sie sich \u00e4u\u00dferst behaglich f\u00fchlen, es ist wieder einmal alles innerlich und \u00e4u\u00dferlich in gro\u00dfer Form.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rittmeister kommandiert diesmal ausgelassen diese gute Laune. Er kippt eine Tragbare pl\u00f6tlich um, auf die sich der Leutnant Wenzl zu einem z\u00fcnftigen Nickerchen niedergelegt hat und als ein anderer m\u00fcder Erdensohn sich ahnungslos ebenfalls zu einem z\u00fcnftigen Nickerchen auf die freie Bahre legt, kippt der Rittmeister auch diesen J\u00fcngling in den Fr\u00fchlingsdreck. Daf\u00fcr befestigen einige, die diesen privaten Eingriff in das Schlafrecht ihrer Kameraden blutig r\u00e4chen wollen, einen Bremsklo\u00df an der Rute von Moritz, Richthofens Dogge, so da\u00df die gekr\u00e4nkte Kreatur h\u00f6chst geknickt bei ihrem Herrn Trost nebst Anerkennung sucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder und wieder schallt das Lachen des Freiherrne \u00fcber den Platz. Sie haben ihn selten so reineweg laut vergn\u00fcgt gesehen. Und sie wissen, da\u00df sich dieser J\u00e4ger im Grunde doch ganz erheblich \u00fcber sein 80. Wild freut, das er gestern zur Strecke gebracht hat, auch wenn er wenig Worte dar\u00fcber verliert.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem dampft er in wenigen Tagen mit dem Leutnant Wolff in den Schwarzwald ab, um dort einem milderen Weidwerk zu fr\u00f6hnen. Der Vater des gefallenen Leutnants Vo\u00df hat ihn in sein Haus eingeladen. Zwei Fahrkarten liegen schon beim Adjutanten.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles auf dem Flugplatz ist sehr damit einverstanden, da\u00df der Kommandeur etwas ausspannt; wenn einer von ihnen an der Reihe war, in den Schlafwagen zu klettern statt in den Dreidecker, so war er es. Und es gibt au\u00dferhalb das Fluigplatzes noch andere Leute, die ebenfalls sehr damit einverstanden sind. Sozusagen h\u00f6here Wesen, die sogar im Gro\u00dfen Hauptquartier sitzen. Man hat dort das Tempo, mit welchem Richthofen seine Abschu\u00dfliste schrieb, mit gro\u00dfem Respekt und mit allerhand Hochachtung verfreien k\u00f6nnen: die Namen Boelcke und Immelmann waren harte Beispiele daf\u00fcr, wohin der Weg der Besten, eben weil es die Besten sind, letzten Endes f\u00fchren mu\u00df, f\u00fchren mu\u00df, unter allen Umst\u00e4nden. Deshalb hat man schon vor geraumer Zeit unter der Hand bei dem Oberleutnant Bodenschatz antippen lassen, ob es nicht m\u00f6glich sei, den Rittmeister herumzukriegen, man h\u00e4tte da zum Beispiel ein sehr sch\u00f6nes Feld der T\u00e4tigkeit f\u00fcr ihn, eine Inspektionsstelle f\u00fcr alle Jagdstaffeln, dort k\u00f6nne er seine reiche Erfahrung zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rittmeister lachte seinem Adjutanten, als dieser seinerseits bei ihm unter der Hand pflichtm\u00e4\u00dfig antippte, ins Gesicht. &#8222;Tintenspion?&#8230;Nee!!&#8230;Bleibe an der Front!&#8220; Damit war die Sache erledigt. Aber ein paar Tage in den Schwarzwald fahren zum Vater seines Freundes Vo\u00df, da hatte er nichts dagegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heftiger fegt der Ostwind \u00fcber den Platz und sie heben alle den Kopf und schnuppern. Wenn es noch ein wenig so weitergeht, dann wird bald klares Wetter sein und die Lords werden getanzt kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen halb elf Uhr hat der Ostwind die Wolken zur Seite gedr\u00fcckt, es klart auf. Die Offiziere eilen zu den Maschinen. Aber der Kommandeur bremst noch etwas und meint, man solle mit dem Start noch warten, damit die Lords recht frech w\u00fcrden, man bek\u00e4me sie dann um so bequemer vor die kanone. In diesem Augenblick kommt schon ein Telephonist gerannt: an der Front fliegen einige Engl\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<p>In weniger als f\u00fcnf Minuten donnerten die ersten Dreidecker \u00fcber den Platz. Langsam schlendert der Oberleutnant Bodenschatz zur Beobachtungsstelle und klebt sich an das Scherenfernrohr. Es war gegen 11 Uhr vormittags. Er sieht die beiden Ketten der Staffel 11 zur Front fliegen, die eine gef\u00fchrt von Leutnant Wei\u00df, die andere vom Kommandeur. Sie brausen der Somme entlang nach Westen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann entdeckt er auch die Lords und dann ist Freund und Feind nicht mehr auseinanderzuhalten. Gegen zw\u00f6lf kommt die Staffel wieder angeflogen, eine Maschine nach der anderen schwebt aus und landet. Pl\u00f6tzlich durchf\u00e4hrt es den Adjutanten wie ein Blitz von oben bis unten: er starrt hinaus auf den Platz. Richthofen is nicht dabei !<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas beklommen ruft er von seinem Hochsitz herunter, den Leutnants Wenzl und Carius entgegen, die herausgeklettert sind und nun herbeigelaufen kommen. &#8222;Wo ist Richthofen?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Leutnant Wenzl sagt haftig: &#8222;Ich habe ein dummes Gef\u00fchl; wir waren gleich ran und \u00fcber die Linie kamen 7 Sopwith mit rotem Schnauzen, die Anti-Richthofen-Leute, die Kurbelei ging los, sie waren in der \u00dcberzahl und man kam nicht richtig zu Schu\u00df. Der Rittmeister flog auf Sicht und kam jetzt mit seiner Kette ran. Aber da turnten auch schon 7 bis 8 neue Lords von oben runter, es gab ne Waffenkurbelei, alles durcheinander, wir exerzierten uns alle gegenseitig etwas tiefer, in dem Ostwind kamen wir immer mehr jenseits, brachen das Gefecht ab und hlafen uns zur\u00fcck \u00fcber die Linien&#8230; ich habe ein dummes Gef\u00fchl. Als ich zur\u00fcckflog, habe ich \u00f6stlich Corbie eine kleine Maschine stehen sehen, die vorher nicht dagestanden hat. Ich glaube, es war eine rote Maschine!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Sekunde starren ihn die M\u00e4nner an, dann befiehlt der Hauptmann Reinhard, der dienst\u00e4lteste Offizier des Geschwaders, sofort dem Leutnant Wenzl, dem Leutnant Carius und dem Leutnant Wolfram v. Richthofen (Vetter des Kommandeurs), aufzuzeigen und die Gegend um Corbie nach der roten Maschine zu erkunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die drei Maschinen rasen \u00fcber den Platz und gehen hoch. Sie verlieren sich oben beim Suchen. Der Leutnant Wenzl saust stur und mit zusammengebissenen Z\u00e4hnen in Richtung Corbie, er geht auf 2-300 m herunter und versucht an die Maschine heranzukommen, um ihre Identit\u00e4t festzustellen. Statt einer Maschine sieht er jetzt zwei an jener Stelle stehen. Er kann aus dieser Entfernung nichts garantiert feststellen, dazu m\u00fc\u00dfte er \u00fcber die Linien. Unter einem Hagel von MG- und Flak-Feuer versucht er es, aber schon sitzen ihm englische Einsitzer im Genick. Auf Mord und Totschlag bricht er trotzdem durch und kommt den r\u00e4tselhaften Maschinen auf der Erde n\u00e4her, da zwitschert es heftig in seine Maschine. Hinter ihm kommen drei Sopwith angefegt. Es war nichts mehr zu machen, sie dr\u00fccken ihn ohnehin immer tiefer, es gibt eine Jagd auf Biegen und Brechen. Als er die eigene Linie erreicht hat, haben ihn die Engl\u00e4nder eingeholt und jetzt riskiert er das Letzte: in 20 m H\u00f6he fegt er \u00fcber den deutschen Fesselballon weg, der dort steht und dann \u00fcber dem Boden entlang nach Haufe. Es brint also keine neue Meldung.<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen ist die Nachricht, da\u00df der Kommandeur nicht zur\u00fcckgekehrt ist, bis zum letzten Mann gedrungen. Die Leute stehen d\u00fcster herum. Niemand spricht etwas. Kaum war der leutnant Richard Wenzl gestartet, hat der Adjutant s\u00e4mtliche Luftschutzoffiziere an die Telephone gerissen. Keiner von ihnen kann etwas berichten. Jetzt werden s\u00e4mtliche Divisionskommandos des Abschnitts alarmiert. In rasender Eile immer wieder derselbe Satz; &#8222;Die Staffel 11 ist von einem Feindflug zur\u00fcckgekommen. Der Rittmeister fehlt. Die Herren der Staffel melden, da\u00df der Rittmeister heruntergekommen ist. Ist in Ihrem Abschnitt ein roter Dreidecker notgelandet? Ist bei Ihnen diesseits oder jenseits ein roter Dreidecker beobachtet worden, der landete?&#8220; Und bei den Artillerie- und Infanteriest\u00e4ben erheben alle Summer ihre Stimmen und fragen: Roter Dreidecker, roter Dreidecker, roter Dreidecker? Die Befehlsempf\u00e4nger und Meldel\u00e4ufer stolpern gehetzt durch die Verbindungsgr\u00e4ben, geben durch Ruf und Zettel weiter: Roter Dreidecker, reoter Dreidecker, roter Dreidecker?&#8230;S\u00e4mtliche Scherenfernrohre, Grabenspiegel, Ferngl\u00e4ser, s\u00e4mtliche Augen der Infanterie in de vordesten Gr\u00e4ben suchen das Gel\u00e4nde ab: Roter Dreidecker, roter Dreidecker, roter Dreidecker?&#8230;Es kommt, so wahr uns Gott helfe, auf jede Minute an. Ist er notgelandet, mu\u00df ihm unverz\u00fcglich geholfen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Endlich, nach einer Ewigkeit ohnegleichen meldet der Generalstabsoffizier der 1. Division folgendes: Die Artilleriebeobachtungsstelle des Feldartillerie-regiments Nr. 16, Oberleutnant Fabian, habe den Kampf einwandfrei von Hameln-Ost aus beobachtet. Oberleutnant Fabian habe gesehen, da\u00df ein roter Dreidecker auf H\u00f6he 102 n\u00f6rdlich Vaux sur Somme glatt gelandet sei. Sofort nach der Landung sei englische Infanterie herbeigelaufen und habe die Maschine hinter die H\u00f6he gezogen. Die Best\u00fcrzung in Cappy ist zuerst ungeheuer, aber dann atmet alles auf. Der Kommandeur ist notgelandet und also lebt er.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Meldung des Oberleutnants Fabian geht sofort an den Kommandierenden General der Luftstreitkr\u00e4fte. Der Geschwaderadjutant erbittet sich die Erlaubnis des Hauptmann Reinhard, zur Beobachungsstelle des Feldartillerieregiments 16 fahren zu d\u00fcrfen. Vielleicht&#8230;mit den geschliffenenAugen eines Fliegers&#8230;der Adjutant starrt lange, lange durch das Scherenfernrohr, peinlich genau, beinahe Zentimeter um Zentimeter durchsucht er das Gel\u00e4nde, beh\u00e4lt den H\u00fcgel 102 lange, lange in der Linse, stellt an den Oberleutnant Fabian kurze schnelle fragen&#8230;Ergebnislos.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 2 Uhr nachmittags kehrt der Adjutant mit vom Beobachten brennende Augen zum Flugplatz zur\u00fcck. Einige Infanterieoffiziere haben Meldungen durchgegeben, sie enthalten kein Wort mehr, als der Artillerieoffizier Fabian schon gemeldet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit ist die Zeit ungef\u00e4hr vorbei, innerhalb welcher man dem Rittmeister h\u00e4tte irgendwie und irgendwann beistehen k\u00f6nnen. Jetzt kann man nur noch weiterhin die Hoffnung haben, da\u00df er jenseits der eigenen Linien, schlimmstenfalls verwundet, bestenfalls unverwundet landen mu\u00dfte. Es ist nicht das erstemal, da\u00df er notlandete, er ist sogar schon in verwundetem Zustande noch glatt notgelandet. In der Telephonzentral des Geschwaders hetzen sich die Anfragen von allen Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Armeeoberkommando entschlie\u00dft man sich pl\u00f6tzlich zu einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Schritt. Der General l\u00e4\u00dft in offener Sprache eine Anfrage zum Feind hin\u00fcberfunken. &#8222;Rittmeister von Richthofen jenseits gelandet, erbitten Nachricht \u00fcber Schicksal.&#8220; Es erfolgt keine Antwort.<\/p>\n\n\n\n<p>Schweigend, lauschend, niedergeschlagen verharrt der Flugplatz Cappy. nachmittags wird der Ostwind st\u00e4rker und k\u00fchler. Dieser dreimal verfluchte Ostwind! Er treibt, was sich ihm nicht mehr entgegenstemmen kann, nach Westen, nach Frankreich hinein. Und wessen Motor versagt, wird getrieben. Vielleicht hat dieser dreimal verfluchte Ostwind den roten Dreidecker nach Westen getrieben, ohne den Ostwind w\u00e4re es ihm vielleicht&#8230;Tr\u00e4umereien sind m\u00fc\u00dfig.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen Abend bleibt nichts mehr anderes \u00fcbrig, als den Vater Richthofens zu benachrichtigen. Er ist jetzt Ortskommandant in Kortryk. Der Oberleutnant Bodenschatz steigt in eine Beobachtungsmaschine, nimmt den k\u00fcrzesten Weg \u00fcber Douai und Lille, ruft vom Flugplatz Kortryk den Major Richthofen an, bittet, ihm sofort einen Besuch machen zu d\u00fcrfen. Im sch\u00f6nen Rathaus von Kortryk kommt dem Adjutanten durchs d\u00e4mmerige Zimmer der alte Herr aufrecht entgegen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Ich habe das Gef\u00fchl, Manfred ist etwas passiert&#8220;, sagt er ruhig. Der Oberleutnant steht steinern, sucht die Augen des Majors: Herr Major, ich mu\u00df Ihnen die Mitteilung machen, da\u00df der Herr Rittmeister bis jetzt von einem Fluge nicht zur\u00fcckgekommen ist. Aber s\u00e4mtliche Erkundigungen haben die Hoffnung ergeben, da\u00df er lebt.&#8220; Schweigend sehen sich die M\u00e4nner an. Da\u00df er lebt? Der alte offizier wei\u00df es besser. Und wie in tiefen Gedanken verloren, sagt er langsam: &#8222;Dann hat er seine h\u00f6chste Pflicht erf\u00fcllt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Als sie sich verabschieden, geht der alte Herr in die D\u00e4mmerung seines Zimmers zur\u00fcck, dem Adjutanten ist zumute, als ob es ein Gang in tiefe Finsternis sei. Am gleichen Abend trifft der Oberleutnant wieder in Cappy ein. Er h\u00f6rt die halblauten Gespr\u00e4che im Kasino, sieht in der Nacht die Mannschaften auf dem Platz stehen und in den Sternenhimmel starren, als ob von dort pl\u00f6tzlich jemand, auf den sie so sehr warteten, in sanftem Gleitflug herunterk\u00e4me und alles als einen gro\u00dfartigen Witz erkl\u00e4ren w\u00fcrde. Es gibt f\u00fcr den Adjutanten noch etliches zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Depeche geht nach Schweidnitz an Mutter und Bruder: &#8222;Manfred vom Fluge nicht zur\u00fcckgekehrt und nach eingegangenen Meldungen wahrscheinlich unverwundet jenseits der Linien gelandet.&#8220; Der Hauptmann Reinhard wandert unaufh\u00f6rlich auf und ab, und f\u00e4hrt zusammen, als der Adjutant sich hundem\u00fcde in in einen Stuhl wirft, pl\u00f6tzlich wieder aufsteht und aus dem Geheimschrank die eiserne Kassette holt.&nbsp; Er schlie\u00dft sie auf und entnimmt ihr einen grauen Dienstumschlag, verschlossen mit Dienstsiegeln des Geschwaders. Es ist nun so weit. Schon einmal dachte er, es sei so weit, damals bei Le Cateau. Er \u00f6ffnet den Umschlag. Ein nicht mehr ganz sauberer kleiner Zettel liegt darin, der Adjutant \u00fcberfliegt ihn und reicht ihn dem Hauptmann.<\/p>\n\n\n\n<p>Von der Hand Richthofens, mit Bleistift geschrieben, steht da ein Satz: &#8222;den 10. 3. 18. Sollte ich nicht zur\u00fcckkommen, so soll Oberleutnant Reinhard (Jasta 6) die F\u00fchrung des Geschwaders \u00fcbernehmen. Frhr. v. Richthofen Rittm.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist sein ganzes Testament und sein ganzes Verm\u00e4chtnis. Es gilt nur und allein seinem Geschwader. Ein wahrhaft soldatisches Verm\u00e4chtnis. Nichts steht darin, was sein pers\u00f6nliches Dasein betrifft. Nichts steht darin, was seine pers\u00f6nlichen Sorgen betrifft, nichts was etwa in seinem privaten Leben geordnet werden m\u00fc\u00dfte. Kein weicher Blick nach r\u00fcckw\u00e4rts, zur Mutter, zum Vater, zu den Br\u00fcdern. Es braucht nichts geordnet werden in seinem privaten Leben. Er hatte kein privates leben. Sein Leben geh\u00f6rte ohne Umst\u00e4nde, ohne Vorbehalt, ohne R\u00fccksicht dem Vaterland. Sein Leben geh\u00f6rte dem Geschwader. Frei und ohne jegliche Belastung stieg er zu jedem Fluge auf. Da\u00df, wenn ihn das dunkle Los traf, sein Geschwader in die richtigen H\u00e4nde kam, daf\u00fcr hatte er gesorgt. Und mehr zu sorgen, bedurfte es nicht f\u00fcr ihn.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Oberleutnant Reinhard aber, der inzwischen Hauptmann geworden ist, und der Oberleutnant Bodenschatz k\u00f6nnen sich nicht vorstellen, da\u00df dieser bescheidene Zettel jetzt G\u00fcltigkeit haben soll. Es ist einfach nicht m\u00f6glich, da\u00df Manfred von Richthofen demselben unbarmherzigen Gesetz des Krieges verfallen sein sollte, dem alle M\u00e4nner, die in den Krieg zogen, \u00fcber kurz oder lang verfallen waren. Es gibt Ausnahmen, denken sie immer wieder. Und er war doch eine Ausnahme. Wer vom Schlachtengott so verw\u00f6hnt war, so ausgezeichnet, so beh\u00fctet wurde, den kann derselbe Schlachtengott nicht einfach von einer Stunde zur anderen im Stich lassen und verraten und verkaufen. Er mu\u00df noch irgendwo leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Hoffnung, der sich nicht nur das Jagdgeschwader I, sondern die ganze deutsche Armee hingibt, findet neue Nahrung durch einen merkw\u00fcrdigen feindlichen Funkspruch, der aufgefangen, aber pl\u00f6tzlich gest\u00f6rt wurde. Man konnte ungef\u00e4hr abh\u00f6ren: &#8222;&#8230;ber\u00fchmte deutsche Jagdflieger Rittmeister von Richthofen wurde bei Corbie abgeschossen und ist nach der Landung durch australische Truppen&#8230;&#8220; Hier brach der Funkspruch ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann stand vor einem R\u00e4tsel. und man wurde allm\u00e4hlich etwas mi\u00dftrauisch. Warum schwieg der Feind, warum verk\u00fcndete er nicht sofort der ganzen Welt, wovor er sich in anderen F\u00e2llen gar nicht genierte, da\u00df ihm ein so gro\u00dfer Schlag gelungen sei?<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde Befehl gegeben, jeden gefangenen Engl\u00e4nder eingehend zu befragen. Aber englische Flieger, die in deutsche Gefangenschaft gerieten, wu\u00dften nur, da\u00df der Rittmeister tot sei, andere sagten aus, da\u00df ein deutscher Flieger, \u00fcber dessen Namen Stillschweigen bewahrt bliebe, schwerverwundet in das Lazarett nach Amiens gebracht worden sei. Unter solchen Umst\u00e4nden schrumpft jede Hoffnung zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ger\u00fcchte und Vermutungen tauchten auf, und diese Ger\u00fcchte waren manchmal bitter, einige sagten sogar, da\u00df Richthofen von australischen Soldaten erschlagen worden sei.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event-type":[256],"source-language":[260],"source-id-tax":[284],"class_list":["post-13084","event","type-event","status-publish","hentry","event-type-anecdote-de","source-language-deutsch-de","source-id-tax-bodenschatz-jagd-in-flanderns-himmel-de","entry","no-media"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.7 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Bodenschatz&#039; Zeugnis - Meet The Red Baron<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bodenschatz&#039; Zeugnis - Meet The Red Baron\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Bodenschatz&#039; account Part 1\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Meet The Red Baron\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-05-19T08:25:21+00:00\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/\",\"url\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/\",\"name\":\"Bodenschatz' Zeugnis - Meet The Red Baron\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#website\"},\"datePublished\":\"2021-12-16T16:31:09+00:00\",\"dateModified\":\"2025-05-19T08:25:21+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Events\",\"item\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Bodenschatz&#8217; Zeugnis\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/\",\"name\":\"Meet The Red Baron\",\"description\":\"The life and death of Manfred von Richthofen.\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#\/schema\/person\/fd320c77882d0d84e4b88ef15120767f\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":[\"Person\",\"Organization\"],\"@id\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#\/schema\/person\/fd320c77882d0d84e4b88ef15120767f\",\"name\":\"heinpoblome\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/266-scaled.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/266-scaled.jpg\",\"width\":1850,\"height\":2560,\"caption\":\"heinpoblome\"},\"logo\":{\"@id\":\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#\/schema\/person\/image\/\"},\"sameAs\":[\"http:\/\/www.meettheredbaron.com\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Bodenschatz' Zeugnis - Meet The Red Baron","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Bodenschatz' Zeugnis - Meet The Red Baron","og_description":"Bodenschatz' account Part 1","og_url":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/","og_site_name":"Meet The Red Baron","article_modified_time":"2025-05-19T08:25:21+00:00","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/","url":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/","name":"Bodenschatz' Zeugnis - Meet The Red Baron","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#website"},"datePublished":"2021-12-16T16:31:09+00:00","dateModified":"2025-05-19T08:25:21+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/bodenschatz-account-part-1\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Events","item":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Bodenschatz&#8217; Zeugnis"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/","name":"Meet The Red Baron","description":"The life and death of Manfred von Richthofen.","publisher":{"@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#\/schema\/person\/fd320c77882d0d84e4b88ef15120767f"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":["Person","Organization"],"@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#\/schema\/person\/fd320c77882d0d84e4b88ef15120767f","name":"heinpoblome","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/266-scaled.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/266-scaled.jpg","width":1850,"height":2560,"caption":"heinpoblome"},"logo":{"@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#\/schema\/person\/image\/"},"sameAs":["http:\/\/www.meettheredbaron.com"]}]}},"toolset-meta":{"field-group-for-events-2":[],"field-group-for-events":{"date":{"type":"date","raw":"-1631491200","formatted":"04\/21\/1918 00:00"},"date-as-a-string":{"type":"textfield","raw":"4\/21\/1918"},"date-description":{"type":"textfield","raw":""},"geolocation":{"type":"google_address","raw":"49.928483341520156, 2.762579459937117"},"location-description":{"type":"textfield","raw":""},"town-name":{"type":"textfield","raw":"Cappy"},"historical-town-name":{"type":"textfield","raw":""},"event-id":{"type":"numeric","raw":"443"},"event-short":{"type":"textfield","raw":"Bodenschatz' Zeugnis"},"event-description":{"type":"wysiwyg","raw":"\"Es ist der 21. April 1918.\r\n\r\nNebel und grauer Bodendunst schweben \u00fcber dem Flugplatz von Cappy. Es riecht nach Reif und Fr\u00fchling zubleich. Die Offiziere des Geschwaders stehen fertig angezogen beieinander. Sie sind alle in blendender Laune. Ihr Gel\u00e4chter segt wieder und wieder durch den Ostwind. Sie haben allen Grund, gute Laune zu haben: die gro\u00dfartigen Erfolge der letzten Tage, die r\u00fcckhaltlose Anerkennung der hohen Vorgesetzten, ihre schnellen Dreidecker, die sich vorz\u00fcglich bew\u00e4hrt haben, der neue Flugplatz, auf dem sie sich \u00e4u\u00dferst behaglich f\u00fchlen, es ist wieder einmal alles innerlich und \u00e4u\u00dferlich in gro\u00dfer Form.\r\n\r\nDer Rittmeister kommandiert diesmal ausgelassen diese gute Laune. Er kippt eine Tragbare pl\u00f6tlich um, auf die sich der Leutnant Wenzl zu einem z\u00fcnftigen Nickerchen niedergelegt hat und als ein anderer m\u00fcder Erdensohn sich ahnungslos ebenfalls zu einem z\u00fcnftigen Nickerchen auf die freie Bahre legt, kippt der Rittmeister auch diesen J\u00fcngling in den Fr\u00fchlingsdreck. Daf\u00fcr befestigen einige, die diesen privaten Eingriff in das Schlafrecht ihrer Kameraden blutig r\u00e4chen wollen, einen Bremsklo\u00df an der Rute von Moritz, Richthofens Dogge, so da\u00df die gekr\u00e4nkte Kreatur h\u00f6chst geknickt bei ihrem Herrn Trost nebst Anerkennung sucht.\r\n\r\nWieder und wieder schallt das Lachen des Freiherrne \u00fcber den Platz. Sie haben ihn selten so reineweg laut vergn\u00fcgt gesehen. Und sie wissen, da\u00df sich dieser J\u00e4ger im Grunde doch ganz erheblich \u00fcber sein 80. Wild freut, das er gestern zur Strecke gebracht hat, auch wenn er wenig Worte dar\u00fcber verliert.\r\n\r\nAu\u00dferdem dampft er in wenigen Tagen mit dem Leutnant Wolff in den Schwarzwald ab, um dort einem milderen Weidwerk zu fr\u00f6hnen. Der Vater des gefallenen Leutnants Vo\u00df hat ihn in sein Haus eingeladen. Zwei Fahrkarten liegen schon beim Adjutanten.\r\n\r\nAlles auf dem Flugplatz ist sehr damit einverstanden, da\u00df der Kommandeur etwas ausspannt; wenn einer von ihnen an der Reihe war, in den Schlafwagen zu klettern statt in den Dreidecker, so war er es. Und es gibt au\u00dferhalb das Fluigplatzes noch andere Leute, die ebenfalls sehr damit einverstanden sind. Sozusagen h\u00f6here Wesen, die sogar im Gro\u00dfen Hauptquartier sitzen. Man hat dort das Tempo, mit welchem Richthofen seine Abschu\u00dfliste schrieb, mit gro\u00dfem Respekt und mit allerhand Hochachtung verfreien k\u00f6nnen: die Namen Boelcke und Immelmann waren harte Beispiele daf\u00fcr, wohin der Weg der Besten, eben weil es die Besten sind, letzten Endes f\u00fchren mu\u00df, f\u00fchren mu\u00df, unter allen Umst\u00e4nden. Deshalb hat man schon vor geraumer Zeit unter der Hand bei dem Oberleutnant Bodenschatz antippen lassen, ob es nicht m\u00f6glich sei, den Rittmeister herumzukriegen, man h\u00e4tte da zum Beispiel ein sehr sch\u00f6nes Feld der T\u00e4tigkeit f\u00fcr ihn, eine Inspektionsstelle f\u00fcr alle Jagdstaffeln, dort k\u00f6nne er seine reiche Erfahrung zur Verf\u00fcgung stellen.\r\n\r\nDer Rittmeister lachte seinem Adjutanten, als dieser seinerseits bei ihm unter der Hand pflichtm\u00e4\u00dfig antippte, ins Gesicht. \"Tintenspion?...Nee!!...Bleibe an der Front!\" Damit war die Sache erledigt. Aber ein paar Tage in den Schwarzwald fahren zum Vater seines Freundes Vo\u00df, da hatte er nichts dagegen.\r\n\r\nHeftiger fegt der Ostwind \u00fcber den Platz und sie heben alle den Kopf und schnuppern. Wenn es noch ein wenig so weitergeht, dann wird bald klares Wetter sein und die Lords werden getanzt kommen.\r\n\r\nGegen halb elf Uhr hat der Ostwind die Wolken zur Seite gedr\u00fcckt, es klart auf. Die Offiziere eilen zu den Maschinen. Aber der Kommandeur bremst noch etwas und meint, man solle mit dem Start noch warten, damit die Lords recht frech w\u00fcrden, man bek\u00e4me sie dann um so bequemer vor die kanone. In diesem Augenblick kommt schon ein Telephonist gerannt: an der Front fliegen einige Engl\u00e4nder.\r\n\r\nIn weniger als f\u00fcnf Minuten donnerten die ersten Dreidecker \u00fcber den Platz. Langsam schlendert der Oberleutnant Bodenschatz zur Beobachtungsstelle und klebt sich an das Scherenfernrohr. Es war gegen 11 Uhr vormittags. Er sieht die beiden Ketten der Staffel 11 zur Front fliegen, die eine gef\u00fchrt von Leutnant Wei\u00df, die andere vom Kommandeur. Sie brausen der Somme entlang nach Westen.\r\n\r\nDann entdeckt er auch die Lords und dann ist Freund und Feind nicht mehr auseinanderzuhalten. Gegen zw\u00f6lf kommt die Staffel wieder angeflogen, eine Maschine nach der anderen schwebt aus und landet. Pl\u00f6tzlich durchf\u00e4hrt es den Adjutanten wie ein Blitz von oben bis unten: er starrt hinaus auf den Platz. Richthofen is nicht dabei !\r\n\r\nEtwas beklommen ruft er von seinem Hochsitz herunter, den Leutnants Wenzl und Carius entgegen, die herausgeklettert sind und nun herbeigelaufen kommen. \"Wo ist Richthofen?\"\r\n\r\nDer Leutnant Wenzl sagt haftig: \"Ich habe ein dummes Gef\u00fchl; wir waren gleich ran und \u00fcber die Linie kamen 7 Sopwith mit rotem Schnauzen, die Anti-Richthofen-Leute, die Kurbelei ging los, sie waren in der \u00dcberzahl und man kam nicht richtig zu Schu\u00df. Der Rittmeister flog auf Sicht und kam jetzt mit seiner Kette ran. Aber da turnten auch schon 7 bis 8 neue Lords von oben runter, es gab ne Waffenkurbelei, alles durcheinander, wir exerzierten uns alle gegenseitig etwas tiefer, in dem Ostwind kamen wir immer mehr jenseits, brachen das Gefecht ab und hlafen uns zur\u00fcck \u00fcber die Linien... ich habe ein dummes Gef\u00fchl. Als ich zur\u00fcckflog, habe ich \u00f6stlich Corbie eine kleine Maschine stehen sehen, die vorher nicht dagestanden hat. Ich glaube, es war eine rote Maschine!\"\r\n\r\nEine Sekunde starren ihn die M\u00e4nner an, dann befiehlt der Hauptmann Reinhard, der dienst\u00e4lteste Offizier des Geschwaders, sofort dem Leutnant Wenzl, dem Leutnant Carius und dem Leutnant Wolfram v. Richthofen (Vetter des Kommandeurs), aufzuzeigen und die Gegend um Corbie nach der roten Maschine zu erkunden.\r\n\r\nDie drei Maschinen rasen \u00fcber den Platz und gehen hoch. Sie verlieren sich oben beim Suchen. Der Leutnant Wenzl saust stur und mit zusammengebissenen Z\u00e4hnen in Richtung Corbie, er geht auf 2-300 m herunter und versucht an die Maschine heranzukommen, um ihre Identit\u00e4t festzustellen. Statt einer Maschine sieht er jetzt zwei an jener Stelle stehen. Er kann aus dieser Entfernung nichts garantiert feststellen, dazu m\u00fc\u00dfte er \u00fcber die Linien. Unter einem Hagel von MG- und Flak-Feuer versucht er es, aber schon sitzen ihm englische Einsitzer im Genick. Auf Mord und Totschlag bricht er trotzdem durch und kommt den r\u00e4tselhaften Maschinen auf der Erde n\u00e4her, da zwitschert es heftig in seine Maschine. Hinter ihm kommen drei Sopwith angefegt. Es war nichts mehr zu machen, sie dr\u00fccken ihn ohnehin immer tiefer, es gibt eine Jagd auf Biegen und Brechen. Als er die eigene Linie erreicht hat, haben ihn die Engl\u00e4nder eingeholt und jetzt riskiert er das Letzte: in 20 m H\u00f6he fegt er \u00fcber den deutschen Fesselballon weg, der dort steht und dann \u00fcber dem Boden entlang nach Haufe. Es brint also keine neue Meldung.\r\n\r\nInzwischen ist die Nachricht, da\u00df der Kommandeur nicht zur\u00fcckgekehrt ist, bis zum letzten Mann gedrungen. Die Leute stehen d\u00fcster herum. Niemand spricht etwas. Kaum war der leutnant Richard Wenzl gestartet, hat der Adjutant s\u00e4mtliche Luftschutzoffiziere an die Telephone gerissen. Keiner von ihnen kann etwas berichten. Jetzt werden s\u00e4mtliche Divisionskommandos des Abschnitts alarmiert. In rasender Eile immer wieder derselbe Satz; \"Die Staffel 11 ist von einem Feindflug zur\u00fcckgekommen. Der Rittmeister fehlt. Die Herren der Staffel melden, da\u00df der Rittmeister heruntergekommen ist. Ist in Ihrem Abschnitt ein roter Dreidecker notgelandet? Ist bei Ihnen diesseits oder jenseits ein roter Dreidecker beobachtet worden, der landete?\" Und bei den Artillerie- und Infanteriest\u00e4ben erheben alle Summer ihre Stimmen und fragen: Roter Dreidecker, roter Dreidecker, roter Dreidecker? Die Befehlsempf\u00e4nger und Meldel\u00e4ufer stolpern gehetzt durch die Verbindungsgr\u00e4ben, geben durch Ruf und Zettel weiter: Roter Dreidecker, reoter Dreidecker, roter Dreidecker?...S\u00e4mtliche Scherenfernrohre, Grabenspiegel, Ferngl\u00e4ser, s\u00e4mtliche Augen der Infanterie in de vordesten Gr\u00e4ben suchen das Gel\u00e4nde ab: Roter Dreidecker, roter Dreidecker, roter Dreidecker?...Es kommt, so wahr uns Gott helfe, auf jede Minute an. Ist er notgelandet, mu\u00df ihm unverz\u00fcglich geholfen werden.\r\n\r\nEndlich, nach einer Ewigkeit ohnegleichen meldet der Generalstabsoffizier der 1. Division folgendes: Die Artilleriebeobachtungsstelle des Feldartillerie-regiments Nr. 16, Oberleutnant Fabian, habe den Kampf einwandfrei von Hameln-Ost aus beobachtet. Oberleutnant Fabian habe gesehen, da\u00df ein roter Dreidecker auf H\u00f6he 102 n\u00f6rdlich Vaux sur Somme glatt gelandet sei. Sofort nach der Landung sei englische Infanterie herbeigelaufen und habe die Maschine hinter die H\u00f6he gezogen. Die Best\u00fcrzung in Cappy ist zuerst ungeheuer, aber dann atmet alles auf. Der Kommandeur ist notgelandet und also lebt er.\r\n\r\nDie Meldung des Oberleutnants Fabian geht sofort an den Kommandierenden General der Luftstreitkr\u00e4fte. Der Geschwaderadjutant erbittet sich die Erlaubnis des Hauptmann Reinhard, zur Beobachungsstelle des Feldartillerieregiments 16 fahren zu d\u00fcrfen. Vielleicht...mit den geschliffenenAugen eines Fliegers...der Adjutant starrt lange, lange durch das Scherenfernrohr, peinlich genau, beinahe Zentimeter um Zentimeter durchsucht er das Gel\u00e4nde, beh\u00e4lt den H\u00fcgel 102 lange, lange in der Linse, stellt an den Oberleutnant Fabian kurze schnelle fragen...Ergebnislos.\r\n\r\nUm 2 Uhr nachmittags kehrt der Adjutant mit vom Beobachten brennende Augen zum Flugplatz zur\u00fcck. Einige Infanterieoffiziere haben Meldungen durchgegeben, sie enthalten kein Wort mehr, als der Artillerieoffizier Fabian schon gemeldet hat.\r\n\r\nDamit ist die Zeit ungef\u00e4hr vorbei, innerhalb welcher man dem Rittmeister h\u00e4tte irgendwie und irgendwann beistehen k\u00f6nnen. Jetzt kann man nur noch weiterhin die Hoffnung haben, da\u00df er jenseits der eigenen Linien, schlimmstenfalls verwundet, bestenfalls unverwundet landen mu\u00dfte. Es ist nicht das erstemal, da\u00df er notlandete, er ist sogar schon in verwundetem Zustande noch glatt notgelandet. In der Telephonzentral des Geschwaders hetzen sich die Anfragen von allen Seiten.\r\n\r\nBeim Armeeoberkommando entschlie\u00dft man sich pl\u00f6tzlich zu einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Schritt. Der General l\u00e4\u00dft in offener Sprache eine Anfrage zum Feind hin\u00fcberfunken. \"Rittmeister von Richthofen jenseits gelandet, erbitten Nachricht \u00fcber Schicksal.\" Es erfolgt keine Antwort.\r\n\r\nSchweigend, lauschend, niedergeschlagen verharrt der Flugplatz Cappy. nachmittags wird der Ostwind st\u00e4rker und k\u00fchler. Dieser dreimal verfluchte Ostwind! Er treibt, was sich ihm nicht mehr entgegenstemmen kann, nach Westen, nach Frankreich hinein. Und wessen Motor versagt, wird getrieben. Vielleicht hat dieser dreimal verfluchte Ostwind den roten Dreidecker nach Westen getrieben, ohne den Ostwind w\u00e4re es ihm vielleicht...Tr\u00e4umereien sind m\u00fc\u00dfig.\r\n\r\nGegen Abend bleibt nichts mehr anderes \u00fcbrig, als den Vater Richthofens zu benachrichtigen. Er ist jetzt Ortskommandant in Kortryk. Der Oberleutnant Bodenschatz steigt in eine Beobachtungsmaschine, nimmt den k\u00fcrzesten Weg \u00fcber Douai und Lille, ruft vom Flugplatz Kortryk den Major Richthofen an, bittet, ihm sofort einen Besuch machen zu d\u00fcrfen. Im sch\u00f6nen Rathaus von Kortryk kommt dem Adjutanten durchs d\u00e4mmerige Zimmer der alte Herr aufrecht entgegen.\r\n\r\n\"Ich habe das Gef\u00fchl, Manfred ist etwas passiert\", sagt er ruhig. Der Oberleutnant steht steinern, sucht die Augen des Majors: Herr Major, ich mu\u00df Ihnen die Mitteilung machen, da\u00df der Herr Rittmeister bis jetzt von einem Fluge nicht zur\u00fcckgekommen ist. Aber s\u00e4mtliche Erkundigungen haben die Hoffnung ergeben, da\u00df er lebt.\" Schweigend sehen sich die M\u00e4nner an. Da\u00df er lebt? Der alte offizier wei\u00df es besser. Und wie in tiefen Gedanken verloren, sagt er langsam: \"Dann hat er seine h\u00f6chste Pflicht erf\u00fcllt.\"\r\n\r\nAls sie sich verabschieden, geht der alte Herr in die D\u00e4mmerung seines Zimmers zur\u00fcck, dem Adjutanten ist zumute, als ob es ein Gang in tiefe Finsternis sei. Am gleichen Abend trifft der Oberleutnant wieder in Cappy ein. Er h\u00f6rt die halblauten Gespr\u00e4che im Kasino, sieht in der Nacht die Mannschaften auf dem Platz stehen und in den Sternenhimmel starren, als ob von dort pl\u00f6tzlich jemand, auf den sie so sehr warteten, in sanftem Gleitflug herunterk\u00e4me und alles als einen gro\u00dfartigen Witz erkl\u00e4ren w\u00fcrde. Es gibt f\u00fcr den Adjutanten noch etliches zu tun.\r\n\r\nEine Depeche geht nach Schweidnitz an Mutter und Bruder: \"Manfred vom Fluge nicht zur\u00fcckgekehrt und nach eingegangenen Meldungen wahrscheinlich unverwundet jenseits der Linien gelandet.\" Der Hauptmann Reinhard wandert unaufh\u00f6rlich auf und ab, und f\u00e4hrt zusammen, als der Adjutant sich hundem\u00fcde in in einen Stuhl wirft, pl\u00f6tzlich wieder aufsteht und aus dem Geheimschrank die eiserne Kassette holt.\u00a0 Er schlie\u00dft sie auf und entnimmt ihr einen grauen Dienstumschlag, verschlossen mit Dienstsiegeln des Geschwaders. Es ist nun so weit. Schon einmal dachte er, es sei so weit, damals bei Le Cateau. Er \u00f6ffnet den Umschlag. Ein nicht mehr ganz sauberer kleiner Zettel liegt darin, der Adjutant \u00fcberfliegt ihn und reicht ihn dem Hauptmann.\r\n\r\nVon der Hand Richthofens, mit Bleistift geschrieben, steht da ein Satz: \"den 10. 3. 18. Sollte ich nicht zur\u00fcckkommen, so soll Oberleutnant Reinhard (Jasta 6) die F\u00fchrung des Geschwaders \u00fcbernehmen. Frhr. v. Richthofen Rittm.\"\r\n\r\nEs ist sein ganzes Testament und sein ganzes Verm\u00e4chtnis. Es gilt nur und allein seinem Geschwader. Ein wahrhaft soldatisches Verm\u00e4chtnis. Nichts steht darin, was sein pers\u00f6nliches Dasein betrifft. Nichts steht darin, was seine pers\u00f6nlichen Sorgen betrifft, nichts was etwa in seinem privaten Leben geordnet werden m\u00fc\u00dfte. Kein weicher Blick nach r\u00fcckw\u00e4rts, zur Mutter, zum Vater, zu den Br\u00fcdern. Es braucht nichts geordnet werden in seinem privaten Leben. Er hatte kein privates leben. Sein Leben geh\u00f6rte ohne Umst\u00e4nde, ohne Vorbehalt, ohne R\u00fccksicht dem Vaterland. Sein Leben geh\u00f6rte dem Geschwader. Frei und ohne jegliche Belastung stieg er zu jedem Fluge auf. Da\u00df, wenn ihn das dunkle Los traf, sein Geschwader in die richtigen H\u00e4nde kam, daf\u00fcr hatte er gesorgt. Und mehr zu sorgen, bedurfte es nicht f\u00fcr ihn.\r\n\r\nDer Oberleutnant Reinhard aber, der inzwischen Hauptmann geworden ist, und der Oberleutnant Bodenschatz k\u00f6nnen sich nicht vorstellen, da\u00df dieser bescheidene Zettel jetzt G\u00fcltigkeit haben soll. Es ist einfach nicht m\u00f6glich, da\u00df Manfred von Richthofen demselben unbarmherzigen Gesetz des Krieges verfallen sein sollte, dem alle M\u00e4nner, die in den Krieg zogen, \u00fcber kurz oder lang verfallen waren. Es gibt Ausnahmen, denken sie immer wieder. Und er war doch eine Ausnahme. Wer vom Schlachtengott so verw\u00f6hnt war, so ausgezeichnet, so beh\u00fctet wurde, den kann derselbe Schlachtengott nicht einfach von einer Stunde zur anderen im Stich lassen und verraten und verkaufen. Er mu\u00df noch irgendwo leben.\r\n\r\nDiese Hoffnung, der sich nicht nur das Jagdgeschwader I, sondern die ganze deutsche Armee hingibt, findet neue Nahrung durch einen merkw\u00fcrdigen feindlichen Funkspruch, der aufgefangen, aber pl\u00f6tzlich gest\u00f6rt wurde. Man konnte ungef\u00e4hr abh\u00f6ren: \"...ber\u00fchmte deutsche Jagdflieger Rittmeister von Richthofen wurde bei Corbie abgeschossen und ist nach der Landung durch australische Truppen...\" Hier brach der Funkspruch ab.\r\n\r\nMann stand vor einem R\u00e4tsel. und man wurde allm\u00e4hlich etwas mi\u00dftrauisch. Warum schwieg der Feind, warum verk\u00fcndete er nicht sofort der ganzen Welt, wovor er sich in anderen F\u00e2llen gar nicht genierte, da\u00df ihm ein so gro\u00dfer Schlag gelungen sei?\r\n\r\nEs wurde Befehl gegeben, jeden gefangenen Engl\u00e4nder eingehend zu befragen. Aber englische Flieger, die in deutsche Gefangenschaft gerieten, wu\u00dften nur, da\u00df der Rittmeister tot sei, andere sagten aus, da\u00df ein deutscher Flieger, \u00fcber dessen Namen Stillschweigen bewahrt bliebe, schwerverwundet in das Lazarett nach Amiens gebracht worden sei. Unter solchen Umst\u00e4nden schrumpft jede Hoffnung zusammen.\r\n\r\nGer\u00fcchte und Vermutungen tauchten auf, und diese Ger\u00fcchte waren manchmal bitter, einige sagten sogar, da\u00df Richthofen von australischen Soldaten erschlagen worden sei.\"\r\n\r\n&nbsp;"},"event-type-id":{"type":"numeric","raw":"10"},"source-id":{"type":"numeric","raw":"58"},"source-long-in-event":{"type":"textfield","raw":"Jagd in Flanderns Himmel, Karl Bodenschatz, Verlag Knorr & Hirth M\u00fcnchen, 1935"},"pagenumber":{"type":"textfield","raw":"80"},"airplane-id":{"type":"textfield","raw":""},"combat-id":{"type":"textfield","raw":""},"event-type":{"type":"select","raw":"10"},"source-language":{"type":"select","raw":"2"},"picture":{"type":"image","raw":["https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/55-1.jpg"],"repeatable":[{"raw":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/55-1.jpg","attachment_id":8154}]}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event\/13084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/event"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event-type?post=13084"},{"taxonomy":"source-language","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/source-language?post=13084"},{"taxonomy":"source-id-tax","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/source-id-tax?post=13084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}