{"id":12673,"date":"2022-07-02T08:35:37","date_gmt":"2022-07-02T07:35:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/event\/testimonial-of-hauptmann-erich-von-salzmann\/"},"modified":"2025-09-23T09:15:23","modified_gmt":"2025-09-23T08:15:23","slug":"testimonial-of-hauptmann-erich-von-salzmann","status":"publish","type":"event","link":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/testimonial-of-hauptmann-erich-von-salzmann\/","title":{"rendered":"Zeugnis von Hauptmann Erich von Salzmann"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;An einem jener sch\u00f6nen Fr\u00fchlingstage des n\u00f6rdlichen Frankreich standen wir in Douai auf der Stra\u00dfe, als ein kleines, klappriges Auto hereingesaust kam. Mein Freund Hoffmann hob die Hand: ,,Da kommt Richthofen. Stopp!\u201c Das Auto hielt. Zwei junge Offiziere stiegen aus; der eine im kurzen, offenen Pelz, Haare nach au\u00dfen, mittelgro\u00df, gedrungen, stellte sich mir kurz und milit\u00e4risch vor: \u201eRichthofen.\u201c Das war er also, der Flieger, der anfing, so ber\u00fchmt zu werden. Dort sah ich ihn zum ersten Male. Ich habe in meinem Leben ungew\u00f6hnlich viele Menschen kennengelernt, viele sind mir im Ged\u00e4chtnis geblieben, viele habe ich vergessen. Richthofen war damals erst im Beginn seines gl\u00e4nzenden Aufstieges, vielleicht nur einer von vielen. Trotzdem fesselte er mich sofort. Es war da etwas in seiner Haltung, das besonders angenehm\u00a0 ber\u00fchrte. Jene typische, liebensw\u00fcrdige Selbstverst\u00e4ndlichkeit und Sicherheit des Auftretens, die angeboren sein mu\u00df, die man nie erlernen kann, war Richthofen in hohem Ma\u00dfe zu eigen. In dem Gesicht war eine ruhige, feste und doch freundliche M\u00e4nnlichkeit, ohne jenen\u00a0 ausgepr\u00e4gten, entschlossener Zug, der sich bei manchen unserer jungen Helden, die im st\u00e4ndigen Kampf auf Leben und Tod stehen, herausgearbeitet hat. Er war damals noch Leutnant bei den Militscher Ulanen. Im Heeresbericht hatte er allerdings schon mehrfach gestanden. Sein Name begann, in breiteren Schichten des deutschen Volkes bekannt zu werden. Davon merkte man in seinem Auftreten nichts. Er war noch immer der bescheidene Offizier aus gutem Hause, der in einem angesehenen Regiment gro\u00df geworden war. Ich war damals noch f\u00fcr ihn der Hauptmann, der \u00e4ltere Kamerad. Als wir \u00fcber den Hof gingen, trat er links von mir, bat mich am Eingang voranzugehen. Ich habe ihn sp\u00e4ter oft wiedergesehen, besuchte ihn auf seinem Arbeitsfeld, und er war mein Gast in Berlin. Eine der sch\u00f6nsten Erinnerungen meines Lebens kn\u00fcpft sich an Richthofen: ich konnte mit ihm fliegen. Und doch. Immer wieder war es dasselbe, die Formen, in denen der junge adlige Offizier erzogen wird, hafteten ihm so fest an wie die eigene Haut. Man merkte ihm den Kadetten an, nicht etwa in jener etwas \u00fcbertriebenen Straffheit, in jener kurzabgehackten Sprache, die wartet, was der \u00c4ltere zu sagen hat. Nein! Eben immer wieder in jener schwer definierbaren, tadellosen Haltung, in den Geb\u00e4rden, im Sprechen, im ganzen Auftreten. Es war immer etwas Beherrschtes. Stets hatte er einen freundlich l\u00e4chelnden Zug um die Lippen. Wir sa\u00dfen beim Liebesmahl bei ausgezeichneter Musik. Damals gab es noch Getr\u00e4nke. Nach alter guter schlesischer Sitte hatten wir den Humpen geschwungen und waren lustig geworden. Richthofen blieb derselbe. Nie w\u00e4re es bei Richthofen m\u00f6glich gewesen, da\u00df er etwas getan, etwas gesprochen h\u00e4tte, was nicht tadellos gewesen w\u00e4re. Trotzdem h\u00e4tte kein Mensch von ihm sagen k\u00f6nnen, er sei gemacht oder geziert. Niemand ist wohl nat\u00fcrlicher gewesen als Manfred Richthofen. Sp\u00e4ter sah ich Richthofen hier in Berlin in meinem Hause\u00a0 mehrfach mit Damen zusammen. Auch da war es wieder die tadellose Form, die Nat\u00fcrlichkeit, die den Frauen so gefiel. Er war kein Damenmann in dem bekannten Sinn des Wortes. Alles andere als das war er. Er war fast die Verk\u00f6rperung moderner M\u00e4nnlichkeit, aber die Damen hatten ihn gern, trotzdem er ihnen niemals den Hof machte in jener Art, wie es mancher ber\u00fchmt gewordene junge Kavalier gern tut. Wir waren einmal zusammen auf dem Rennen im Grunewald \u2013 eine Weile blieb er unerkannt. Er war am Morgen in Johannistal gewesen, hatte neue Flugzeuge ausprobiert, und sein \u201eDre\u00df&#8220; war eigentlich nicht sehr rennbahnm\u00e4\u00dfig elegant. \u00dcberhaupt gab Richthofen wenig auf \u00c4u\u00dferlichkeiten, trotzdem er nicht etwa etwas darin suchte, vernachl\u00e4ssigt auszusehen. Pl\u00f6tzlich erkannten ihn die Menschen. Die Photographen kamen. Ich habe andere junge Ber\u00fchmtheiten in solchen Augenblicken gesehen, die sich zierten und posterten. Nichts von alledem bei Richthofen. Die vollkommen selbstverst\u00e4ndliche Sicherheit seines Auftretens war auffallend. Die jungen M\u00e4dchen st\u00fcrzten auf ihn zu. Er sollte seinen Namen als Erinnerung aufs Programm schreiben. Richthofen sagte mir achselzuckend: \u201eWas soll ich nur machen?\u201c Ein anderer w\u00e4re weggegangen. Richthofen schrieb ruhig, geduldig, immer mit demselben freundlichen L\u00e4cheln. Der Mann war sicherlich gegen sich selbst so hart wie kaum ein anderer, er beherrschte sich selbst, darum herrschte er \u00fcber die anderen. Und doch! Sein Gem\u00fct war weich, er war gutm\u00fctig und stets freundlich. So war er. So blieb er w\u00e4hrend seines gl\u00e4nzenden Aufstieges. So ist er in den Tod gegangen. Wir brauchen solche Leute. Sie sind der beste Typ des preu\u00dfischen Offiziers. Sie find die Vorbilder f\u00fcr kommende Offiziersgeschlechter. Sie find die Tr\u00e4ger alter, sch\u00f6ner \u00dcberlieferungen \u2013 \u00dciberlieferungen, auf die wir stolz sein m\u00fcssen, und auf die unsere Kinder und Enkel noch viel stolzer sein werden als wir und unsere V\u00e4ter, die den gro\u00dfen Krieg gegen Frankreich schlugen, es je gewesen sind. Richthofen verk\u00f6rperte das alles. Er war ein typischer Abk\u00f6mmling ostelbischen Adels mit allen seinen guten Eigenschaften. In seinem gedrungenen, hart ausgearbeiteten K\u00f6rper lebte dasselbe harte, fast\u00a0 kalte Pflichtbewu\u00dftsein, das die Zehntausende der Abk\u00f6mmlinge unseres preu\u00dfischen Adels auf alle Schlachtfelder Europas im Dienst ihres Herrn gef\u00fchrt hat und sie dort bluten lie\u00df. Richthofen war innerlich und \u00e4u\u00dferlich ein einfacher Mensch, eine gerade, vornehme Natur. Ihm war jedes prunkende Auftreten, jedes Gemachte, vollkommen fremd. Er h\u00e4tte nie eine Unwahrheit sagen k\u00f6nnen. Was er tat, was er sprach, trug den Stempel der Nat\u00fcrlichkeit an sich. Und doch war es nicht nur die herk\u00f6mmliche \u00dcberlieferung der Kreise, denen er entstammte, die er durch seine Art verk\u00f6rperte. Es war mehr. Immer wieder, wenn ich ihn wiedersah, mu\u00dfte ich gestehen: so kann nur Richthofen sein, ein Einzelmensch. Von seinen Ahnen v\u00e4terlicher- und m\u00fctterlicherseits, M\u00e4nnern, die auf ihrer eigenen Scholle in den sch\u00f6nen schlesischen Landen sa\u00dfen, war ihm die Lust zum Weidwerk \u00fcberkommen. Es war nicht jene unb\u00e4ndige Leidenschaft, Tiere zu t\u00f6ten, die ihn trieb. Vertretern dieser Art Menschen bin ich oft in fremden L\u00e4ndern, besonders in den Tropen, begegnet, M\u00e4nnern, die nur ihr Jagdbuch kannten und den Rekord, mit dem sie irgendeinen anderen ber\u00fchmten J\u00e4ger schlagen wollten. So war Richthofen nicht. Dieses Empfinden, das Empfinden des Rekords, war ihm ganz fremd, trotzdem in ihm sicherlich ein gl\u00fchender Ehrgeiz sa\u00df, aber nicht jener Ehrgeiz des Neides. Die Angst, ein anderer h\u00e4tte es besser machen k\u00f6nnen als er, war ihm ganz fremd. Schon jung hatte er die B\u00fcchse in der Hand gehabt. Er war ein Sch\u00fctze geworden, der sein Ziel nie fehlte. Etwa vor Jahresfrist sagte er mir auf meine Frage, worin er selbst seine \u00dcberlegenheit gegen\u00fcber seinen Feinden s\u00e4he, da\u00df diese haupts\u00e4chlich im kaltbl\u00fctigen Schie\u00dfen best\u00e4nde. Ich erinnere mich sehr gut, da\u00df er mir einmal im Mai 1917 erz\u00e4hlte: \u201eWenn ich den Feind gegen\u00fcbersehe, dann gehe ich r\u00fccksichtslos nahe heran, und wenn ich das Wei\u00dfe in seinen Augen erkenne, dann schie\u00dfe ich. Dann mu\u00df er fallen, dessen bin ich sicher.\u201c Sp\u00e4ter, mit Vervollkommnung der Apparate, \u00e4nderte er seine Taktik und versuchte in der Hauptsache, den Feind durch geschicktes Man\u00f6vrieren von hinten zu fassen, um ihn dann abzuschie\u00dfen. Er kannte keinen Ha\u00df gegen seinen Feind. Er sah nicht rot, wie es manchem in der Aufregung des Kampfes ergehen mag. Er h\u00e4tte sich nie hinrei\u00dfen lassen, eine Unklugheit zu begehen, dazu war er zu k\u00fchlen Temperaments. Er \u00fcberlegte alles genau, was er tat. Und trotzdem, seine Entschl\u00fcsse m\u00fcssen in den Bruchteilen von Sekunden, in denen er sie fassen mu\u00dfte, stahlhart gewesen sein. Es gab f\u00fcr ihn kein Schwanken und kein Zaudern. Er hatte den festen Willen, der da dr\u00fcben mu\u00df fallen, und der st\u00e4rkere Wille zwang den Feind in Richthofens Suggestion. Er sagte mir einmal von seinem j\u00fcngeren Bruder, der bei ihm lernte: \u201eJetzt kann er schon ganz gut. Ich werde ihn bald einmal loslassen. Nur habe ich Sorge, er geht mir zu scharf heran; wenn er den Feind vor sich hat, dann sieht er fast rot. Das darf er nicht.\u201c Richthofen war sehr sorgf\u00e4ltig in der Behandlung seiner Maschinen. Er pr\u00fcfte aufs genaueste, ehe er startete. Er war sich wohl bewu\u00dft, da\u00df man sein Handwerkszeug beherrschen mu\u00df, wenn man etwas leisten will. Er w\u00e4re nicht eher aufgestiegen, bevor nicht alles in der tadellosesten Ordnung war. Den Leichtsinn, der manchen jungen Flieger in vorzeitigen Tod trieb, kannte er nicht. Sicherlich ist es kein Fehler an seiner Maschine gewesen, der ihn so tief zur Erde heruntersto\u00dfen lie\u00df, wie es bei seinem letzten Fluge geschah. Richthofen hatte ausgesprochenes Gl\u00fcck. Er schien fast geseit. Ich habe zweimal vor Arras Richthofen zur\u00fcckkommen sehen mit wohl sicherlich mehr als einem Dutzend Treffern in seiner Maschine. Wenn ein anderer Flieger einen Schu\u00df durch den Motor bekommt, dann kann er meist ruhig sein letztes Sto\u00dfgebetlein gen Himmel schicken, dann mu\u00df Gott ihm gn\u00e4dig sein, denn die Stunde des Flammentodes ist da. Richthofen hat mehr als einmal ein Infanteriegescho\u00df durch den Motor bekommen. Blitz- schnell erkannte Richthofen den Schaden und stellte den Motor ab. Einem anderen wie ihm w\u00e4re sicherlich das Flugzeug in Flammen aufgegangen. So schien er wirklich unverwundbar. Er wuchs mit der Zeit. Er war lange nicht mehr nur der einzelne gl\u00e4nzende K\u00e4mpfer, nicht mehr jener Herrscher der Luft, der mit seinem roten Flugzeug der Schrecken aller Feinde war, der, wenn er gemeldet wurde, das Feld bald frei fand; denn trotz des hohen\u00a0 Kopfpreises, den die dr\u00fcben auf ihn gesetzt hatten, floh man vor Richthofen und seiner \u00fcberlegenen Kunst. Er wurde zum F\u00fchrer. Sein Geschwader zeichnete sich bald vor anderen aus. Er f\u00fchrte es von Sieg zu Sieg. Wie der einzelne Mann, so wurden die um ihn der Schrecken der Feinde. Da sp\u00fcrte man, was man bis dahin nicht wu\u00dfte: In diesem Manne steckt mehr als nur ein Kunstsch\u00fc\u00dfe, als nur k\u00fchle, ruhige \u00dcberlegung und blitzschneller Entschlu\u00df. In diesem Mann steckt ein F\u00fchrer, einer jener Offiziere, denen die Gabe der F\u00fchrung angeboren ist. So wurde er zum Lehrer vieler anderer, ohne es zu wollen, nur durch sein Beispiel, durch seinen Befehl. So f\u00fchrte er schlie\u00dflich ein ganzes Geschwader mehrerer zusammengefa\u00dfter Staffeln. Richthofen wu\u00dfte ganz genau \u00fcber den Stand des Flugwesens Bescheid. Trotzdem er vielleicht kein<br>vollendeter Techniker war, war er sich \u00fcber die Fehler, die im Prinzip des Flugzeugbaues gemacht wurden, vollkommen klar und gab sein ruhiges, n\u00fcchternes Urteil. Er wu\u00dfte, da\u00df es nichts Vollkommenes auf Erden geben konnte. Am Vergleich lernte er. Er untersch\u00e4tzte den Gegner nie und wurde ihm stets gerecht. Die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen des Gegners erkannte er, wenn er in der Luft mit seinen Adleraugen, die weiter und sch\u00e4rfer sahen als die eines gew\u00f6hnlichen Sterblichen, blitzschnell den Gegner ersp\u00e4hte. Er tarierte den Gegner richtig, das gab ihm einen gro\u00dfen Teil seiner \u00dcberlegenheit. Mehr und mehr besch\u00e4ftigte er sich mit dem Flugwesen \u00fcberhaupt, mit dem Luftkampf im gro\u00dfen. Schon als ich ihn im vorigen August in der Heimat sah, sagte er mir, da\u00df wir schweren Zeiten entgegengingen, da\u00df der Feind mit seinen\u00a0 Konstruktionen uns hart auf den Fersen und mit manchem bereits \u00fcberlegen sei. Er wu\u00dfte das ganz genau einzusch\u00e4tzen. Trotzdem ging er immer wieder mit gr\u00f6\u00dfter Freude an seine Pflicht heran, und die Zeit, die er in der Heimat verbrachte, war ihm nur eine Unterbrechung der so lieb gewordenen T\u00e4tigkeit am Feinde. Er, ein Richthofen, geh\u00f6rte vornhin, dort, wo die Richthofens immer gestanden haben, wenn es galt, das Vaterland zu verteidigen, unmittelbar am Feinde! In der Heimat haben sicherlich Hunderttausende den Weg dieses Mannes mit Sorge\u00a0 verfolgt, mit dem Gedanken: wenn er doch einmal an sicherer Stelle st\u00e4nde! Er konnte nicht. Er hat es mir oft genug gesagt: \u201eIch mu\u00df dort vorn hin, ich kann nicht hinten bleiben.\u201c So starb er, ein Vorbild f\u00fcr Hunderte, Tausende, die nach ihm kommen und die Luft auf Flugzeugen durchqueren werden. Eine Verk\u00f6rperung vornehmsten Preu\u00dfentums, ein Edelmann voll Vaterlandsliebe und Pflichttreue, ein junger Held, wie ihn sich das Volk als Idealgestalt eines Offiziers vorstellt, dem unsere Jugend einmal nachahmen wird. Er wird aber der eine bleiben, fast unnachahmlich. Wenn dieser Weltkrieg zu Ende gegangen sein wird, dann wird man von diesem jungen Menschen, der nur ein Vierteljahrhundert Sommer erblickte, sagen: \u201eEs hat nur einen Richthofen gegeben!\u201c&#8220;<\/p>\n","protected":false},"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event-type":[249],"source-language":[260],"source-id-tax":[305],"class_list":["post-12673","event","type-event","status-publish","hentry","event-type-testimonial-de","source-language-deutsch-de","source-id-tax-ein-heldenleben-1920-de","entry","no-media"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zeugnis von Hauptmann Erich von Salzmann - Meet The Red Baron<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Zeugnis von Hauptmann Erich von Salzmann. 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Zwei junge Offiziere stiegen aus; der eine im kurzen, offenen Pelz, Haare nach au\u00dfen, mittelgro\u00df, gedrungen, stellte sich mir kurz und milit\u00e4risch vor: \u201eRichthofen.\u201c Das war er also, der Flieger, der anfing, so ber\u00fchmt zu werden. Dort sah ich ihn zum ersten Male. Ich habe in meinem Leben ungew\u00f6hnlich viele Menschen kennengelernt, viele sind mir im Ged\u00e4chtnis geblieben, viele habe ich vergessen. Richthofen war damals erst im Beginn seines gl\u00e4nzenden Aufstieges, vielleicht nur einer von vielen. Trotzdem fesselte er mich sofort. Es war da etwas in seiner Haltung, das besonders angenehm\u00a0 ber\u00fchrte. Jene typische, liebensw\u00fcrdige Selbstverst\u00e4ndlichkeit und Sicherheit des Auftretens, die angeboren sein mu\u00df, die man nie erlernen kann, war Richthofen in hohem Ma\u00dfe zu eigen. In dem Gesicht war eine ruhige, feste und doch freundliche M\u00e4nnlichkeit, ohne jenen\u00a0 ausgepr\u00e4gten, entschlossener Zug, der sich bei manchen unserer jungen Helden, die im st\u00e4ndigen Kampf auf Leben und Tod stehen, herausgearbeitet hat. Er war damals noch Leutnant bei den Militscher Ulanen. Im Heeresbericht hatte er allerdings schon mehrfach gestanden. Sein Name begann, in breiteren Schichten des deutschen Volkes bekannt zu werden. Davon merkte man in seinem Auftreten nichts. Er war noch immer der bescheidene Offizier aus gutem Hause, der in einem angesehenen Regiment gro\u00df geworden war. Ich war damals noch f\u00fcr ihn der Hauptmann, der \u00e4ltere Kamerad. Als wir \u00fcber den Hof gingen, trat er links von mir, bat mich am Eingang voranzugehen. Ich habe ihn sp\u00e4ter oft wiedergesehen, besuchte ihn auf seinem Arbeitsfeld, und er war mein Gast in Berlin. Eine der sch\u00f6nsten Erinnerungen meines Lebens kn\u00fcpft sich an Richthofen: ich konnte mit ihm fliegen. Und doch. Immer wieder war es dasselbe, die Formen, in denen der junge adlige Offizier erzogen wird, hafteten ihm so fest an wie die eigene Haut. Man merkte ihm den Kadetten an, nicht etwa in jener etwas \u00fcbertriebenen Straffheit, in jener kurzabgehackten Sprache, die wartet, was der \u00c4ltere zu sagen hat. Nein! Eben immer wieder in jener schwer definierbaren, tadellosen Haltung, in den Geb\u00e4rden, im Sprechen, im ganzen Auftreten. Es war immer etwas Beherrschtes. Stets hatte er einen freundlich l\u00e4chelnden Zug um die Lippen. Wir sa\u00dfen beim Liebesmahl bei ausgezeichneter Musik. Damals gab es noch Getr\u00e4nke. Nach alter guter schlesischer Sitte hatten wir den Humpen geschwungen und waren lustig geworden. Richthofen blieb derselbe. Nie w\u00e4re es bei Richthofen m\u00f6glich gewesen, da\u00df er etwas getan, etwas gesprochen h\u00e4tte, was nicht tadellos gewesen w\u00e4re. Trotzdem h\u00e4tte kein Mensch von ihm sagen k\u00f6nnen, er sei gemacht oder geziert. Niemand ist wohl nat\u00fcrlicher gewesen als Manfred Richthofen. Sp\u00e4ter sah ich Richthofen hier in Berlin in meinem Hause\u00a0 mehrfach mit Damen zusammen. Auch da war es wieder die tadellose Form, die Nat\u00fcrlichkeit, die den Frauen so gefiel. Er war kein Damenmann in dem bekannten Sinn des Wortes. Alles andere als das war er. Er war fast die Verk\u00f6rperung moderner M\u00e4nnlichkeit, aber die Damen hatten ihn gern, trotzdem er ihnen niemals den Hof machte in jener Art, wie es mancher ber\u00fchmt gewordene junge Kavalier gern tut. Wir waren einmal zusammen auf dem Rennen im Grunewald \u2013 eine Weile blieb er unerkannt. Er war am Morgen in Johannistal gewesen, hatte neue Flugzeuge ausprobiert, und sein \u201eDre\u00df\" war eigentlich nicht sehr rennbahnm\u00e4\u00dfig elegant. \u00dcberhaupt gab Richthofen wenig auf \u00c4u\u00dferlichkeiten, trotzdem er nicht etwa etwas darin suchte, vernachl\u00e4ssigt auszusehen. Pl\u00f6tzlich erkannten ihn die Menschen. Die Photographen kamen. Ich habe andere junge Ber\u00fchmtheiten in solchen Augenblicken gesehen, die sich zierten und posterten. Nichts von alledem bei Richthofen. Die vollkommen selbstverst\u00e4ndliche Sicherheit seines Auftretens war auffallend. Die jungen M\u00e4dchen st\u00fcrzten auf ihn zu. Er sollte seinen Namen als Erinnerung aufs Programm schreiben. Richthofen sagte mir achselzuckend: \u201eWas soll ich nur machen?\u201c Ein anderer w\u00e4re weggegangen. Richthofen schrieb ruhig, geduldig, immer mit demselben freundlichen L\u00e4cheln. Der Mann war sicherlich gegen sich selbst so hart wie kaum ein anderer, er beherrschte sich selbst, darum herrschte er \u00fcber die anderen. Und doch! Sein Gem\u00fct war weich, er war gutm\u00fctig und stets freundlich. So war er. So blieb er w\u00e4hrend seines gl\u00e4nzenden Aufstieges. So ist er in den Tod gegangen. Wir brauchen solche Leute. Sie sind der beste Typ des preu\u00dfischen Offiziers. Sie find die Vorbilder f\u00fcr kommende Offiziersgeschlechter. Sie find die Tr\u00e4ger alter, sch\u00f6ner \u00dcberlieferungen \u2013 \u00dciberlieferungen, auf die wir stolz sein m\u00fcssen, und auf die unsere Kinder und Enkel noch viel stolzer sein werden als wir und unsere V\u00e4ter, die den gro\u00dfen Krieg gegen Frankreich schlugen, es je gewesen sind. Richthofen verk\u00f6rperte das alles. Er war ein typischer Abk\u00f6mmling ostelbischen Adels mit allen seinen guten Eigenschaften. In seinem gedrungenen, hart ausgearbeiteten K\u00f6rper lebte dasselbe harte, fast\u00a0 kalte Pflichtbewu\u00dftsein, das die Zehntausende der Abk\u00f6mmlinge unseres preu\u00dfischen Adels auf alle Schlachtfelder Europas im Dienst ihres Herrn gef\u00fchrt hat und sie dort bluten lie\u00df. Richthofen war innerlich und \u00e4u\u00dferlich ein einfacher Mensch, eine gerade, vornehme Natur. Ihm war jedes prunkende Auftreten, jedes Gemachte, vollkommen fremd. Er h\u00e4tte nie eine Unwahrheit sagen k\u00f6nnen. Was er tat, was er sprach, trug den Stempel der Nat\u00fcrlichkeit an sich. Und doch war es nicht nur die herk\u00f6mmliche \u00dcberlieferung der Kreise, denen er entstammte, die er durch seine Art verk\u00f6rperte. Es war mehr. Immer wieder, wenn ich ihn wiedersah, mu\u00dfte ich gestehen: so kann nur Richthofen sein, ein Einzelmensch. Von seinen Ahnen v\u00e4terlicher- und m\u00fctterlicherseits, M\u00e4nnern, die auf ihrer eigenen Scholle in den sch\u00f6nen schlesischen Landen sa\u00dfen, war ihm die Lust zum Weidwerk \u00fcberkommen. Es war nicht jene unb\u00e4ndige Leidenschaft, Tiere zu t\u00f6ten, die ihn trieb. Vertretern dieser Art Menschen bin ich oft in fremden L\u00e4ndern, besonders in den Tropen, begegnet, M\u00e4nnern, die nur ihr Jagdbuch kannten und den Rekord, mit dem sie irgendeinen anderen ber\u00fchmten J\u00e4ger schlagen wollten. So war Richthofen nicht. Dieses Empfinden, das Empfinden des Rekords, war ihm ganz fremd, trotzdem in ihm sicherlich ein gl\u00fchender Ehrgeiz sa\u00df, aber nicht jener Ehrgeiz des Neides. Die Angst, ein anderer h\u00e4tte es besser machen k\u00f6nnen als er, war ihm ganz fremd. Schon jung hatte er die B\u00fcchse in der Hand gehabt. Er war ein Sch\u00fctze geworden, der sein Ziel nie fehlte. Etwa vor Jahresfrist sagte er mir auf meine Frage, worin er selbst seine \u00dcberlegenheit gegen\u00fcber seinen Feinden s\u00e4he, da\u00df\r\ndiese haupts\u00e4chlich im kaltbl\u00fctigen Schie\u00dfen best\u00e4nde. Ich erinnere mich sehr gut, da\u00df er mir einmal im Mai 1917 erz\u00e4hlte: \u201eWenn ich den Feind gegen\u00fcbersehe, dann gehe ich r\u00fccksichtslos nahe heran, und wenn ich das Wei\u00dfe in seinen Augen erkenne, dann schie\u00dfe ich. Dann mu\u00df er fallen, dessen bin ich sicher.\u201c Sp\u00e4ter, mit Vervollkommnung der Apparate, \u00e4nderte er seine Taktik und versuchte in der Hauptsache, den Feind durch geschicktes Man\u00f6vrieren von hinten zu fassen, um ihn dann abzuschie\u00dfen. Er kannte keinen Ha\u00df gegen seinen Feind. Er sah nicht rot, wie es manchem in der Aufregung des Kampfes ergehen mag. Er h\u00e4tte sich nie hinrei\u00dfen lassen, eine Unklugheit zu begehen, dazu war er zu k\u00fchlen Temperaments. Er \u00fcberlegte alles genau, was er tat. Und trotzdem, seine Entschl\u00fcsse m\u00fcssen in den Bruchteilen von Sekunden, in denen er sie fassen mu\u00dfte, stahlhart gewesen sein. Es gab f\u00fcr ihn kein Schwanken und kein Zaudern. Er hatte den festen Willen, der da dr\u00fcben mu\u00df fallen, und der st\u00e4rkere Wille zwang den Feind in Richthofens Suggestion. Er sagte mir einmal von seinem j\u00fcngeren Bruder, der bei ihm lernte: \u201eJetzt kann er schon ganz gut. Ich werde ihn bald einmal loslassen. Nur habe ich Sorge, er geht mir zu scharf heran; wenn er den Feind vor sich hat, dann sieht er fast rot. Das darf er nicht.\u201c Richthofen war sehr sorgf\u00e4ltig in der Behandlung seiner Maschinen. Er pr\u00fcfte aufs genaueste, ehe er startete. Er war sich wohl bewu\u00dft, da\u00df man sein Handwerkszeug beherrschen mu\u00df, wenn man etwas leisten will. Er w\u00e4re nicht eher aufgestiegen, bevor nicht alles in der tadellosesten Ordnung war. Den Leichtsinn, der manchen jungen Flieger in vorzeitigen Tod trieb, kannte er nicht. Sicherlich ist es kein Fehler an seiner Maschine gewesen, der ihn so tief zur Erde heruntersto\u00dfen lie\u00df, wie es bei seinem letzten Fluge geschah. Richthofen hatte ausgesprochenes Gl\u00fcck. Er schien fast geseit. Ich habe zweimal vor Arras Richthofen zur\u00fcckkommen sehen mit wohl sicherlich mehr als einem Dutzend Treffern in seiner Maschine. Wenn ein anderer Flieger einen Schu\u00df durch den Motor bekommt, dann kann er meist ruhig sein letztes Sto\u00dfgebetlein gen Himmel schicken, dann mu\u00df Gott ihm gn\u00e4dig sein, denn die Stunde des Flammentodes ist da. Richthofen hat mehr als einmal ein Infanteriegescho\u00df durch den Motor bekommen. Blitz- schnell erkannte Richthofen den Schaden und stellte den Motor ab. Einem anderen wie ihm w\u00e4re sicherlich das Flugzeug in Flammen aufgegangen. So schien er wirklich unverwundbar. Er wuchs mit der Zeit. Er war lange nicht mehr nur der einzelne gl\u00e4nzende K\u00e4mpfer, nicht mehr jener Herrscher der Luft, der mit seinem roten Flugzeug der Schrecken aller Feinde war, der, wenn er gemeldet wurde, das Feld bald frei fand; denn trotz des hohen\u00a0 Kopfpreises, den die dr\u00fcben auf ihn gesetzt hatten, floh man vor Richthofen und seiner \u00fcberlegenen Kunst. Er wurde zum F\u00fchrer. Sein Geschwader zeichnete sich bald vor anderen aus. Er f\u00fchrte es von Sieg zu Sieg. Wie der einzelne Mann, so wurden die um ihn der Schrecken der Feinde. Da sp\u00fcrte man, was man bis dahin nicht wu\u00dfte: In diesem Manne steckt mehr als nur ein Kunstsch\u00fc\u00dfe, als nur k\u00fchle, ruhige \u00dcberlegung und blitzschneller Entschlu\u00df. In diesem Mann steckt ein F\u00fchrer, einer jener Offiziere, denen die Gabe der F\u00fchrung angeboren ist. So wurde er zum Lehrer vieler anderer, ohne es zu wollen, nur durch sein Beispiel, durch seinen Befehl. So f\u00fchrte er schlie\u00dflich ein ganzes Geschwader mehrerer zusammengefa\u00dfter Staffeln. Richthofen wu\u00dfte ganz genau \u00fcber den Stand des Flugwesens Bescheid. Trotzdem er vielleicht kein\r\nvollendeter Techniker war, war er sich \u00fcber die Fehler, die im Prinzip des Flugzeugbaues gemacht wurden, vollkommen klar und gab sein ruhiges, n\u00fcchternes Urteil. Er wu\u00dfte, da\u00df es nichts Vollkommenes auf Erden geben konnte. Am Vergleich lernte er. Er untersch\u00e4tzte den Gegner nie und wurde ihm stets gerecht. Die St\u00e4rken und Schw\u00e4chen des Gegners erkannte er, wenn er in der Luft mit seinen Adleraugen, die weiter und sch\u00e4rfer sahen als die eines gew\u00f6hnlichen Sterblichen, blitzschnell den Gegner ersp\u00e4hte. Er tarierte den Gegner richtig, das gab ihm einen gro\u00dfen Teil seiner \u00dcberlegenheit. Mehr und mehr besch\u00e4ftigte er sich mit dem Flugwesen \u00fcberhaupt, mit dem Luftkampf im gro\u00dfen. Schon als ich ihn im vorigen August in der Heimat sah, sagte er mir, da\u00df wir schweren Zeiten entgegengingen, da\u00df der Feind mit seinen\u00a0 Konstruktionen uns hart auf den Fersen und mit manchem bereits \u00fcberlegen sei. Er wu\u00dfte das ganz genau einzusch\u00e4tzen. Trotzdem ging er immer wieder mit gr\u00f6\u00dfter Freude an seine Pflicht heran, und die Zeit, die er in der Heimat verbrachte, war ihm nur eine Unterbrechung der so lieb gewordenen T\u00e4tigkeit am Feinde. Er, ein Richthofen, geh\u00f6rte vornhin, dort, wo die Richthofens immer gestanden haben, wenn es galt, das Vaterland zu verteidigen, unmittelbar am Feinde! In der Heimat haben sicherlich Hunderttausende den Weg dieses Mannes mit Sorge\u00a0 verfolgt, mit dem Gedanken: wenn er doch einmal an sicherer Stelle st\u00e4nde! Er konnte nicht. Er hat es mir oft genug gesagt: \u201eIch mu\u00df dort vorn hin, ich kann nicht hinten bleiben.\u201c So starb er, ein Vorbild f\u00fcr Hunderte, Tausende, die nach ihm kommen und die Luft auf Flugzeugen durchqueren werden. Eine Verk\u00f6rperung vornehmsten Preu\u00dfentums, ein Edelmann voll Vaterlandsliebe und Pflichttreue, ein junger Held, wie ihn sich das Volk als Idealgestalt eines Offiziers vorstellt, dem unsere Jugend einmal nachahmen wird. Er wird aber der eine bleiben, fast unnachahmlich. Wenn dieser Weltkrieg zu Ende gegangen sein wird, dann wird man von diesem jungen Menschen, der nur ein Vierteljahrhundert Sommer erblickte, sagen: \u201eEs hat nur einen Richthofen gegeben!\u201c\""},"event-type-id":{"type":"numeric","raw":"6"},"source-id":{"type":"numeric","raw":"55"},"source-long-in-event":{"type":"textfield","raw":"Ein Heldenleben, Ullstein & Co, 1920"},"pagenumber":{"type":"textfield","raw":"331"},"airplane-id":{"type":"textfield","raw":"0"},"combat-id":{"type":"textfield","raw":"0"},"event-type":{"type":"select","raw":"6"},"source-language":{"type":"select","raw":"2"},"picture":{"type":"image","raw":["https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/573.jpg"],"repeatable":[{"raw":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/573.jpg","attachment_id":17347}]}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event\/12673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/event"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event-type?post=12673"},{"taxonomy":"source-language","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/source-language?post=12673"},{"taxonomy":"source-id-tax","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/source-id-tax?post=12673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}