{"id":12331,"date":"2023-09-07T12:09:44","date_gmt":"2023-09-07T11:09:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/"},"modified":"2025-07-01T12:51:56","modified_gmt":"2025-07-01T11:51:56","slug":"gros-war-die-trauer-in-deutschland","status":"publish","type":"event","link":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/","title":{"rendered":"Gro\u00df war die Trauer in Deutschland"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Gro\u00df war die Trauer in Deutschland. In unendlichen Mengen liefen die Beileidsbezeignungen ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viel war \u00fcber ihn geschireben, viel von ihm erz\u00e4hlt worden, unz\u00e4hlige Legenden hatten sich um ihn gebildet. Was er war, dort, wo ihn nur seine Mitk\u00e4mpfer, seine Kameraden sahen, wo ihn die feindlichen Flugzeuge erblickten, im Luftkampf und daheim bei seinem Geschwader, das geht aus folgender Schilderung hervor: Er war in erster Linie Soldat. Und als Soldat stand ihm der Jagdflieger obenan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Auffassung ordnete er alles andere unter. Nichts war ihm zu schwer, nichts unm\u00f6glich, wenn es etwas f\u00fcr seine Jagdfliegerei, f\u00fcr sein Geschwader zu erreichen galt. Als 25j\u00e4hriger Rittmeister erhielt er die Stellung eines Kommandeurs, zugleich eine Aufgabe, f\u00fcr die es noch keine Normen, noch kein Vorbild gab. Das zu schaffen war erst Richthofens Aufgabe. Er hatte sie sich ja selbst gestellt. Der Gedanke eines &#8218;Jagdgeschwaders&#8216; stammt von ihm. Was er au\u00dfer seiner fliegerischen T\u00e4tigkeit alles geleistet hat, wissen nur wenige. Seine Arbeit auf der Erde war nicht geringer als die in der Luft. Kaum vom Fluge zur\u00fcckgekommen, fand man ihn schon in seiner Baracke bei der Arbeit. Nichts ging im Geschwader vor, was er nicht wu\u00dfte. Er erledigte den Papierkrieg genau so zuverl\u00e4ssig und im Handumdrehen, wie den Krieg in der Luft. Gab es zum Beispiel irgendwelche B\u00fcroarbetiten zu beackern, wichtige Angelegenheiten zu bearbeiten, die am schnellsten bei den vorgesetzten Stellen direkt und unmittelbar aus der Welt geschafft werden konnten, so setzte er sich in seinem Dreidecker und hieb ab, flog zu den vorgesetzten Stellen und legte den Kram auf den Tisch, ordnete alles an Ort und Stelle. Einmal flog er bei ganz unglaublichem Wetter, bei dem jede Maus in ihrem Loch geblieben w\u00e4re, unbek\u00fcmmert zum AOK., um eine wichtige Sache zu regeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur eine so gesunde k\u00f6rperliche Natur wie die seine konnte derartigen Anforderungen gewachsen sein. Mochte er noch so viel hinter sich haben, stets sah er frisch und unerm\u00fcdet aus. Anforderungen an Bequemlichkeit stellte er nur dann, wenn sie billig und ohne Schaden f\u00fcr den Flugbetrieb zu haben waren. Seine Kleidung war so einfach wie nur m\u00f6glich, unter uns lief er meistens nur in seiner Rehlederhose. War es kalt, so hatte er dar\u00fcber noch eine Lederjacke. Im Waffenrock sah man ihn nur bei festlichen Gelegenheiten, oder wenn G\u00e4ste da waren. In den ersten Tagen kam erpl\u00f6tzlich zum Adjutanten hereingesaust, um sich Handschuhe und Feldbinde zu borgen, weil er sich schnell beim &#8222;Braunschweiger&#8220; melden mu\u00dfte. Schmunzelnd kam er dann von dort zur\u00fcck: er hatte den unvermeidlichen Hausorden zum zweitemal gekriegt. &#8218;Aber das kann ich doch dem Mann nicht sagen!&#8216;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00fcber gutes Essen freute er sich au\u00dferordentlich, besonders wenn der n\u00f6tige Mostrich da war, von dem er zu allem und jedem nahm. Wenns aber nicht anders ging, war er mit allem h\u00f6chst zufrieden. Primadonnanlaunen hatte er nicht, obwohl er sich welche h\u00e4tte leisten k\u00f6nnen. Auch einen guten Tropfen lehnte er keineswegs ab. Nur sah man ihn stets n\u00fcchtern, auch wenn rings um ihn erheblich blaue Luft herrschte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kameradschaft hielt er \u00fcber alles, er z\u00fcchtete sie geradezu. Er hatte den vern\u00fcnftigen Grundsatz, da\u00df seine Herren nach dem Fluge machen konnten und machen sollten, wozu sie Lust hatten. Er machte da manchen Scherz mit und lie\u00df sich viel gefallen. Ich sehe noch sein ausgelassenes Gesicht, als das Gro\u00dfe Hauptquartier einige Reichstagsabgeordnete zum Besuche schickte, die abends in einer Wellblechbude zum Schlafen gingen, und Reinhard in der Stille der Nacht mit einigen Helfern einen feindlichen Bombenangriff inszenierte. Als die daf\u00fcr sehr geeigneten Leuchtsignale, durchs Ofenrohr in die Wellblechbude gefunkten Explosionen mit entsetzlichem Krachen und viel Gestank aus ihrer Pappdeckelhaut fuhren, fuhren auch die nicht minder entsetzten G\u00e4ste mit leichenblassen Gesichtern aus der Baracke und h\u00e4tten dicht vor der T\u00fbr um ein Haar &#8211; den Kommandeur \u00fcber den Haufen gerannt. Er entwischte aber schleunigst ins Dunkel&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meinte Richthofen aber, da\u00df zwischen zwei Kameraden irgend eine Differenz best\u00fcnde, griff er sofort ein. So wurde auch ein Herr eines sch\u00f6nen Tages zu ihm hinbefohlen, weil er einen erheblich lauten und etwas aufgeregten Wortwechsel mit einem Kameraden ernst genommen hatte. Er bekam eine v\u00e4terliche Ermahnung&#8230;unf schnappte prompt ein. Wir kannten damals diese Seite an ihm noch nicht. Erst sp\u00e4ter ist uns aufgegangen, wiegut er es mit uns meinte. Solche &#8218;v\u00e4terlichen Ermahnungen&#8216; mu\u00dfte sich fast jeder von uns gefallen lassen. Es gab sogar unter uns welche, die sie zentnerweise bezogen, weil es ihm notwendig schien. &#8218;Wie die Staffel auf der Erde sich benimmt, so benimmt sie sich auch in der Luft.&#8216;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das war sein eiserner Erziehungsgrundsatz, und diesen wandte er nicht nur auf seine Leibstaffel, die Staffel 11, an, sondern er dehnte ihn auf das ganze Geschwader aus. Umschichtig besuchte er Tag f\u00fcr Tag auch die anderen Staffeln und er kannte jeden von uns, auf dem Boden und in der Luft. Eine engere Freunschaft verband ihn mit seinem Adjutanten Oberleutnant Bodenschatz und Hauptmann Reinhard, dem damaligen F\u00fchrer der Jagdstaffel 6.&nbsp; Sein anerkannter Liebling aber war W\u00f6lfchen, Joachim. W\u00f6lfchen war schon lange im Geschwader, war dreimal verwundet und hatte das totsichere Pech, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit den Laden volgeschossen zu bekommen. Seine Jagdfliegert\u00e4tigkeit war deshalb zuerst lediglich passiv. Trotzdem behielt ihn Richthofen in seinem Geschwader, w\u00e4hrend er sonst jeden r\u00fccksichtlos und sofort entfernte, der sienen harten Anforderungen nicht gen\u00fcgte. Aber W\u00f6lfchen hatte den Rittmeister einmal aus einer schlimmen Situation herausgerissen und Richthofen &#8218;roch&#8216; den guten Jagdflieger in ihm trotz seiner anf\u00e4nglichen Mi\u00dferfolge. Und unter seiner Anleitung lernte es W\u00f6lfchen auf einmal richtig, ging los, fuhrwerkte wie ein Teufel in den feindlichen Geschwadern und scho\u00df in kurzer Zeit 10 Gegner ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00fcber Richthofen als Jagdflieger zu sprechen, ist eigentlich \u00fcberfl\u00fcssif. Er war wohl der beste Jagdflieger, den, es jemals gegeben hat. Auch wenn er in seinem Buchj schreibt, da\u00df er die ersten 20 abscho\u00df, ohne richtig fliegen zu k\u00f6nnen, so traf das sp\u00e4ter nicht mehr zu. Mit hohem fliegerischem K\u00f6nnen verband er eine gro\u00dfe Gehkunst und einen gewissen Riecher. Wo er hinflog, da war auch immer etwas los. Dann scho\u00df er ganz hervorragend, nach seinen ersten Sch\u00fcssen war der Gegner meistens verloren, er brannte sofort. Und das ist das ganze Geheimnis seiner gro\u00dfen Erfolge, andere Geheimnisse hatte er nicht. Er kannte keinen besonderen und vielleicht von ihm sorgf\u00e4ltig geh\u00fcteten Trick. H\u00f6chstens hatte er einen einzigen Trick, und den hatten wohl alle routinierten Jagdflieger: er behielt w\u00e4hrend des Fluges seine &#8218;H\u00e4schen&#8216; sehr im Auge, das hei\u00dft: er pa\u00dfte auf die Anf\u00e4nger des eigenen Geschwaders auf. Kamen nun die feindlichen Flugzeuge n\u00e4her, erkannten nat\u00fcrlich auch diese den Anf\u00e4nger und alsbald war das H\u00e4schen von einem Angreifer bel\u00e4stigt; diesen Angreifer nahm sich Richthofen vor, denn dieser war mit dem &#8218;H\u00e4schen&#8216; besch\u00e4ftigt und lie\u00df alles andere etwas au\u00dfer betracht. Und dieser Angreifer, der auf ein H\u00e4schen anbi\u00df, war meistens verloren. Denn hinter ihm brauste Richthofen heran bis auf Rammenentfernung. Und Richthofen scho\u00df prachtvoll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8218;Wer viel fliegt, erlebt viel&#8216;, das war auch sein Grundsatz. &#8218;An guten Tagen k\u00f6nnen vormittags durchschnittlich drei Starts gemacht werden.&#8216; Dann flog er nat\u00fcrlich noch fest am Nachmittag und am Abend. Die \u00fcbrige Zeit stand er mit seinen herren meist angezogen auf dem platz, den Knotenstock in der Hand und neben sich Moritz, die gro\u00dfe Dogge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier lauerte er auf den Feind und regelte den Einsatz seiner Staffeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr kr\u00a8nkliche und nicht widerstandsf\u00e4hige naturen hatte er nicht das mindeste Verst\u00e4ndnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das war f\u00fcr manche sehr hart.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","event-type":[253],"source-language":[260],"source-id-tax":[284],"class_list":["post-12331","event","type-event","status-publish","hentry","event-type-general-event-de","source-language-deutsch-de","source-id-tax-bodenschatz-jagd-in-flanderns-himmel-de","entry","no-media"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gro\u00df war die Trauer in Deutschland - Meet The Red Baron<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gro\u00df war die Trauer in Deutschland - Meet The Red Baron\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"&#8222;Gro\u00df war die Trauer in Deutschland. In unendlichen Mengen liefen die Beileidsbezeignungen ein. Viel war \u00fcber ihn geschireben, viel von ihm erz\u00e4hlt worden, unz\u00e4hlige Legenden hatten sich um ihn gebildet. Was er war, dort, wo ihn nur seine Mitk\u00e4mpfer, seine Kameraden sahen, wo ihn die feindlichen Flugzeuge erblickten, im Luftkampf und daheim bei seinem Geschwader,&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Meet The Red Baron\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-07-01T11:51:56+00:00\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/event\\\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/event\\\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\\\/\",\"name\":\"Gro\u00df war die Trauer in Deutschland - Meet The Red Baron\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2023-09-07T11:09:44+00:00\",\"dateModified\":\"2025-07-01T11:51:56+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/event\\\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/event\\\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/event\\\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Events\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/event\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Gro\u00df war die Trauer in Deutschland\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/\",\"name\":\"Meet The Red Baron\",\"description\":\"The life and death of Manfred von Richthofen.\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/fd320c77882d0d84e4b88ef15120767f\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":[\"Person\",\"Organization\"],\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/fd320c77882d0d84e4b88ef15120767f\",\"name\":\"heinpoblome\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/12\\\/266-scaled.jpg\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/12\\\/266-scaled.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/12\\\/266-scaled.jpg\",\"width\":1850,\"height\":2560,\"caption\":\"heinpoblome\"},\"logo\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2021\\\/12\\\/266-scaled.jpg\"},\"sameAs\":[\"http:\\\/\\\/www.meettheredbaron.com\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Gro\u00df war die Trauer in Deutschland - Meet The Red Baron","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Gro\u00df war die Trauer in Deutschland - Meet The Red Baron","og_description":"&#8222;Gro\u00df war die Trauer in Deutschland. In unendlichen Mengen liefen die Beileidsbezeignungen ein. Viel war \u00fcber ihn geschireben, viel von ihm erz\u00e4hlt worden, unz\u00e4hlige Legenden hatten sich um ihn gebildet. Was er war, dort, wo ihn nur seine Mitk\u00e4mpfer, seine Kameraden sahen, wo ihn die feindlichen Flugzeuge erblickten, im Luftkampf und daheim bei seinem Geschwader,&hellip;","og_url":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/","og_site_name":"Meet The Red Baron","article_modified_time":"2025-07-01T11:51:56+00:00","schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/","url":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/","name":"Gro\u00df war die Trauer in Deutschland - Meet The Red Baron","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#website"},"datePublished":"2023-09-07T11:09:44+00:00","dateModified":"2025-07-01T11:51:56+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/gros-war-die-trauer-in-deutschland\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Events","item":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/event\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Gro\u00df war die Trauer in Deutschland"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/","name":"Meet The Red Baron","description":"The life and death of Manfred von Richthofen.","publisher":{"@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#\/schema\/person\/fd320c77882d0d84e4b88ef15120767f"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":["Person","Organization"],"@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/#\/schema\/person\/fd320c77882d0d84e4b88ef15120767f","name":"heinpoblome","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/266-scaled.jpg","url":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/266-scaled.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/266-scaled.jpg","width":1850,"height":2560,"caption":"heinpoblome"},"logo":{"@id":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/266-scaled.jpg"},"sameAs":["http:\/\/www.meettheredbaron.com"]}]}},"toolset-meta":{"field-group-for-events-2":[],"field-group-for-events":{"date":{"type":"date","raw":"-1631145600","formatted":"25. April 1918 0:00"},"date-as-a-string":{"type":"textfield","raw":"04\/25\/1918"},"date-description":{"type":"textfield","raw":""},"geolocation":{"type":"google_address","raw":"49.97323642687367, 2.2927864127167634"},"location-description":{"type":"textfield","raw":""},"town-name":{"type":"textfield","raw":"Bertangles"},"historical-town-name":{"type":"textfield","raw":""},"event-id":{"type":"numeric","raw":"682"},"event-short":{"type":"textfield","raw":"Gro\u00df war die Trauer in Deutschland"},"event-description":{"type":"wysiwyg","raw":"\"Gro\u00df war die Trauer in Deutschland. In unendlichen Mengen liefen die Beileidsbezeignungen ein.\r\n\r\nViel war \u00fcber ihn geschireben, viel von ihm erz\u00e4hlt worden, unz\u00e4hlige Legenden hatten sich um ihn gebildet. Was er war, dort, wo ihn nur seine Mitk\u00e4mpfer, seine Kameraden sahen, wo ihn die feindlichen Flugzeuge erblickten, im Luftkampf und daheim bei seinem Geschwader, das geht aus folgender Schilderung hervor: Er war in erster Linie Soldat. Und als Soldat stand ihm der Jagdflieger obenan.\r\n\r\nDieser Auffassung ordnete er alles andere unter. Nichts war ihm zu schwer, nichts unm\u00f6glich, wenn es etwas f\u00fcr seine Jagdfliegerei, f\u00fcr sein Geschwader zu erreichen galt. Als 25j\u00e4hriger Rittmeister erhielt er die Stellung eines Kommandeurs, zugleich eine Aufgabe, f\u00fcr die es noch keine Normen, noch kein Vorbild gab. Das zu schaffen war erst Richthofens Aufgabe. Er hatte sie sich ja selbst gestellt. Der Gedanke eines 'Jagdgeschwaders' stammt von ihm. Was er au\u00dfer seiner fliegerischen T\u00e4tigkeit alles geleistet hat, wissen nur wenige. Seine Arbeit auf der Erde war nicht geringer als die in der Luft. Kaum vom Fluge zur\u00fcckgekommen, fand man ihn schon in seiner Baracke bei der Arbeit. Nichts ging im Geschwader vor, was er nicht wu\u00dfte. Er erledigte den Papierkrieg genau so zuverl\u00e4ssig und im Handumdrehen, wie den Krieg in der Luft. Gab es zum Beispiel irgendwelche B\u00fcroarbetiten zu beackern, wichtige Angelegenheiten zu bearbeiten, die am schnellsten bei den vorgesetzten Stellen direkt und unmittelbar aus der Welt geschafft werden konnten, so setzte er sich in seinem Dreidecker und hieb ab, flog zu den vorgesetzten Stellen und legte den Kram auf den Tisch, ordnete alles an Ort und Stelle. Einmal flog er bei ganz unglaublichem Wetter, bei dem jede Maus in ihrem Loch geblieben w\u00e4re, unbek\u00fcmmert zum AOK., um eine wichtige Sache zu regeln.\r\n\r\nNur eine so gesunde k\u00f6rperliche Natur wie die seine konnte derartigen Anforderungen gewachsen sein. Mochte er noch so viel hinter sich haben, stets sah er frisch und unerm\u00fcdet aus. Anforderungen an Bequemlichkeit stellte er nur dann, wenn sie billig und ohne Schaden f\u00fcr den Flugbetrieb zu haben waren. Seine Kleidung war so einfach wie nur m\u00f6glich, unter uns lief er meistens nur in seiner Rehlederhose. War es kalt, so hatte er dar\u00fcber noch eine Lederjacke. Im Waffenrock sah man ihn nur bei festlichen Gelegenheiten, oder wenn G\u00e4ste da waren. In den ersten Tagen kam erpl\u00f6tzlich zum Adjutanten hereingesaust, um sich Handschuhe und Feldbinde zu borgen, weil er sich schnell beim \"Braunschweiger\" melden mu\u00dfte. Schmunzelnd kam er dann von dort zur\u00fcck: er hatte den unvermeidlichen Hausorden zum zweitemal gekriegt. 'Aber das kann ich doch dem Mann nicht sagen!'\r\n\r\n\u00fcber gutes Essen freute er sich au\u00dferordentlich, besonders wenn der n\u00f6tige Mostrich da war, von dem er zu allem und jedem nahm. Wenns aber nicht anders ging, war er mit allem h\u00f6chst zufrieden. Primadonnanlaunen hatte er nicht, obwohl er sich welche h\u00e4tte leisten k\u00f6nnen. Auch einen guten Tropfen lehnte er keineswegs ab. Nur sah man ihn stets n\u00fcchtern, auch wenn rings um ihn erheblich blaue Luft herrschte.\r\n\r\nDie Kameradschaft hielt er \u00fcber alles, er z\u00fcchtete sie geradezu. Er hatte den vern\u00fcnftigen Grundsatz, da\u00df seine Herren nach dem Fluge machen konnten und machen sollten, wozu sie Lust hatten. Er machte da manchen Scherz mit und lie\u00df sich viel gefallen. Ich sehe noch sein ausgelassenes Gesicht, als das Gro\u00dfe Hauptquartier einige Reichstagsabgeordnete zum Besuche schickte, die abends in einer Wellblechbude zum Schlafen gingen, und Reinhard in der Stille der Nacht mit einigen Helfern einen feindlichen Bombenangriff inszenierte. Als die daf\u00fcr sehr geeigneten Leuchtsignale, durchs Ofenrohr in die Wellblechbude gefunkten Explosionen mit entsetzlichem Krachen und viel Gestank aus ihrer Pappdeckelhaut fuhren, fuhren auch die nicht minder entsetzten G\u00e4ste mit leichenblassen Gesichtern aus der Baracke und h\u00e4tten dicht vor der T\u00fbr um ein Haar - den Kommandeur \u00fcber den Haufen gerannt. Er entwischte aber schleunigst ins Dunkel...\r\n\r\nMeinte Richthofen aber, da\u00df zwischen zwei Kameraden irgend eine Differenz best\u00fcnde, griff er sofort ein. So wurde auch ein Herr eines sch\u00f6nen Tages zu ihm hinbefohlen, weil er einen erheblich lauten und etwas aufgeregten Wortwechsel mit einem Kameraden ernst genommen hatte. Er bekam eine v\u00e4terliche Ermahnung...unf schnappte prompt ein. Wir kannten damals diese Seite an ihm noch nicht. Erst sp\u00e4ter ist uns aufgegangen, wiegut er es mit uns meinte. Solche 'v\u00e4terlichen Ermahnungen' mu\u00dfte sich fast jeder von uns gefallen lassen. Es gab sogar unter uns welche, die sie zentnerweise bezogen, weil es ihm notwendig schien. 'Wie die Staffel auf der Erde sich benimmt, so benimmt sie sich auch in der Luft.'\r\n\r\nDas war sein eiserner Erziehungsgrundsatz, und diesen wandte er nicht nur auf seine Leibstaffel, die Staffel 11, an, sondern er dehnte ihn auf das ganze Geschwader aus. Umschichtig besuchte er Tag f\u00fcr Tag auch die anderen Staffeln und er kannte jeden von uns, auf dem Boden und in der Luft. Eine engere Freunschaft verband ihn mit seinem Adjutanten Oberleutnant Bodenschatz und Hauptmann Reinhard, dem damaligen F\u00fchrer der Jagdstaffel 6.\u00a0 Sein anerkannter Liebling aber war W\u00f6lfchen, Joachim. W\u00f6lfchen war schon lange im Geschwader, war dreimal verwundet und hatte das totsichere Pech, bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit den Laden volgeschossen zu bekommen. Seine Jagdfliegert\u00e4tigkeit war deshalb zuerst lediglich passiv. Trotzdem behielt ihn Richthofen in seinem Geschwader, w\u00e4hrend er sonst jeden r\u00fccksichtlos und sofort entfernte, der sienen harten Anforderungen nicht gen\u00fcgte. Aber W\u00f6lfchen hatte den Rittmeister einmal aus einer schlimmen Situation herausgerissen und Richthofen 'roch' den guten Jagdflieger in ihm trotz seiner anf\u00e4nglichen Mi\u00dferfolge. Und unter seiner Anleitung lernte es W\u00f6lfchen auf einmal richtig, ging los, fuhrwerkte wie ein Teufel in den feindlichen Geschwadern und scho\u00df in kurzer Zeit 10 Gegner ab.\r\n\r\n\u00fcber Richthofen als Jagdflieger zu sprechen, ist eigentlich \u00fcberfl\u00fcssif. Er war wohl der beste Jagdflieger, den, es jemals gegeben hat. Auch wenn er in seinem Buchj schreibt, da\u00df er die ersten 20 abscho\u00df, ohne richtig fliegen zu k\u00f6nnen, so traf das sp\u00e4ter nicht mehr zu. Mit hohem fliegerischem K\u00f6nnen verband er eine gro\u00dfe Gehkunst und einen gewissen Riecher. Wo er hinflog, da war auch immer etwas los. Dann scho\u00df er ganz hervorragend, nach seinen ersten Sch\u00fcssen war der Gegner meistens verloren, er brannte sofort. Und das ist das ganze Geheimnis seiner gro\u00dfen Erfolge, andere Geheimnisse hatte er nicht. Er kannte keinen besonderen und vielleicht von ihm sorgf\u00e4ltig geh\u00fcteten Trick. H\u00f6chstens hatte er einen einzigen Trick, und den hatten wohl alle routinierten Jagdflieger: er behielt w\u00e4hrend des Fluges seine 'H\u00e4schen' sehr im Auge, das hei\u00dft: er pa\u00dfte auf die Anf\u00e4nger des eigenen Geschwaders auf. Kamen nun die feindlichen Flugzeuge n\u00e4her, erkannten nat\u00fcrlich auch diese den Anf\u00e4nger und alsbald war das H\u00e4schen von einem Angreifer bel\u00e4stigt; diesen Angreifer nahm sich Richthofen vor, denn dieser war mit dem 'H\u00e4schen' besch\u00e4ftigt und lie\u00df alles andere etwas au\u00dfer betracht. Und dieser Angreifer, der auf ein H\u00e4schen anbi\u00df, war meistens verloren. Denn hinter ihm brauste Richthofen heran bis auf Rammenentfernung. Und Richthofen scho\u00df prachtvoll.\r\n\r\n'Wer viel fliegt, erlebt viel', das war auch sein Grundsatz. 'An guten Tagen k\u00f6nnen vormittags durchschnittlich drei Starts gemacht werden.' Dann flog er nat\u00fcrlich noch fest am Nachmittag und am Abend. Die \u00fcbrige Zeit stand er mit seinen herren meist angezogen auf dem platz, den Knotenstock in der Hand und neben sich Moritz, die gro\u00dfe Dogge.\r\n\r\nHier lauerte er auf den Feind und regelte den Einsatz seiner Staffeln.\r\n\r\nF\u00fcr kr\u00a8nkliche und nicht widerstandsf\u00e4hige naturen hatte er nicht das mindeste Verst\u00e4ndnis.\r\n\r\nDas war f\u00fcr manche sehr hart.\"\r\n\r\n&nbsp;"},"event-type-id":{"type":"numeric","raw":"2"},"source-id":{"type":"numeric","raw":"58"},"source-long-in-event":{"type":"textfield","raw":"Jagd in Flanderns Himmel, Karl Bodenschatz, Verlag Knorr & Hirth M\u00fcnchen, 1935"},"pagenumber":{"type":"textfield","raw":"91"},"airplane-id":{"type":"textfield","raw":"0"},"combat-id":{"type":"textfield","raw":"0"},"event-type":{"type":"select","raw":"2"},"source-language":{"type":"select","raw":"2"},"picture":{"type":"image","raw":[""],"repeatable":[{"raw":""}]}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event\/12331","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/event"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12331"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12331"}],"wp:term":[{"taxonomy":"event-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/event-type?post=12331"},{"taxonomy":"source-language","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/source-language?post=12331"},{"taxonomy":"source-id-tax","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meettheredbaron.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/source-id-tax?post=12331"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}